Reichlich trinken hält fit

Mit zunehmendem Alter lässt häufig das Durstgefühl nach. Das führt dazu, dass ältere Menschen oft zu wenig trinken.

Symptome eines Wassermangels können sein:
  • allgemeine Schwäche
  • Lethargie (Teilnahmslosigkeit, Interessenlosigkeit)
  • Verwirrtheitszustände
  • Gewichtsverlust
  • trockene Zunge, Schleimhäute und Haut
  • Krampfanfälle
  • niedriger Blutdruck
Im Extremfall besteht die Gefahr regelrecht auszutrocknen mit lebensbedrohlichen gesundheitlichen Problemen.

Unabhängig vom Durstgefühl braucht der Körper auch im Alter 1,5 bis zwei Liter Flüssigkeit pro Tag. Sie müssen also dafür Sorge tragen, diese Menge über den Tag verteilt zu sich zu nehmen. Das erreichen Sie am ehesten, wenn Sie sich morgens zwei Liter Flüssigkeit (zum Beispiel Mineralwasser oder eine Thermoskanne mit Tee) auf den Tisch stellen. So haben Sie eine einfache Kontrolle darüber, wie viel Sie innerhalb eines Tages getrunken haben. Sie werden sehen: Sie gewöhnen sich schnell an die regelmäßige Flüssigkeitsaufnahme. Auch über Nahrungsmittel, die reich an Flüssigkeit sind, wie zum Beispiel Wassermelonen, Gurken und Suppen können Sie die tägliche Flüssigkeitszufuhr verbessern.

Wenig trinken ist ein echtes Gesundheitsrisiko

Viele ältere Menschen schränken ihre Trinkmenge wegen Problemen mit der Blasenentleerung ein. Doch dieses Verhalten ist risikoreich: Schneller als oft vermutet, kann es zu einem Mangel an Flüssigkeit mit dramatischen Folgen wie Verwirrtheit kommen. Besprechen Sie am besten mit Ihrem Hausarzt, mit welchen Möglichkeiten sich Ihre Blasenfunktion verbessern lässt.

Nur bei wenigen Krankheiten ist eine Beschränkung der Flüssigkeitsaufnahme notwendig: Bei einer Herzmuskelschwäche oder Einschränkung der Nierenfunktion (insbesondere bei Dialysepflichtigkeit) wird der Arzt Ihnen sagen, welche Trinkmenge Sie pro Tag zu sich nehmen dürfen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 16.11.2010
  • Autor/in: Dr. med. Anja Vogt, Dr. med. Kathrin Fahl, Dr. med. Karen Strehlow, Ärztinnen Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: I. Füsgen: Der ältere Patient - Problemorientierte Diagnostik und Therapie, Urban
  • J. Stein, K.-W. Jauch: Praxishandbuch klinische Ernährung und Infusionstherapie, Springer 2003
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