Der Kaloriengehalt von Lebensmitteln

Sie essen in Maßen, nehmen aber trotzdem nicht ab? Viele Menschen tun sich schwer, ihre Ernährung und ihren Lebensstil auf sinnvolle Weise umzustellen, sodass sie ein gesundes Gewicht erreichen und dauerhaft halten können.

Pasta unter der Lupe © Thinkstock
In diesem Fall kann es helfen, die Kalorienaufnahme zu überprüfen und den Kaloriengehalt, also den Energiegehalt verschiedener Lebensmittel zu kennen. Heute wird auch oft die Einheit Joule statt der Einheit Kalorie für den Energiegehalt eines Lebensmittels benutzt. Eine Kalorie entspricht grob umgerechnet etwa vier Joule.

Vergleichswert Kalorienbedarf

Wenn Sie abnehmen möchten oder aus anderen Gründen Ihre Kalorienaufnahme überprüfen wollen, sollten Sie zunächst Ihren persönlichen Kalorienbedarf bestimmen. Je nachdem, ob sie männlich oder weiblich sind und wie viel Sie sich bewegen, benötigt Ihr Körper mehr oder weniger Kalorien pro Tag.

Sorgfältiges Kalorienzählen

Nachdem Sie Ihren Kalorienbedarf bestimmt haben, können Sie mithilfe der Kalorienangaben auf den folgenden Seiten oder der Kalorientabelle zum Download den Energiegehalt von Lebensmitteln ermitteln. Sie erfahren somit auch, wie viele Kalorien Sie täglich zu sich nehmen. Dies ist meist etwas mühsam: Die genaueste Methode ist, möglichst alle Lebensmittel zu erfassen, die Sie innerhalb eines gewissen Zeitraums zu sich genommen haben und daraus den Wert für einen einzelnen Tag zu bestimmen.

Nehmen Sie sich zum Beispiel im Laufe einer für Sie alltäglichen Woche dafür Zeit. Wiegen Sie die Bestandteile Ihrer Mahlzeiten ab und schlagen Sie anschließend den Energiegehalt der Lebensmittel in der Tabelle nach. Bei fertig produzierten Lebensmitteln können Sie den Energiegehalt auch auf der Packung ablesen. Addieren Sie dann die Werte des gesamten Zeitraums und teilen Sie das Ergebnis durch die Anzahl der Tage. Vergessen Sie dabei nicht Soßen oder Snacks – diese haben oft einen sehr hohen Kaloriengehalt.

Versuchen Sie, die von Ihnen aufgenommenen Kalorien möglichst nicht zu schätzen, sondern sie auf diese Weise sorgfältig zu erfassen. Nur so können Sie versteckte „Dickmacher“ ermitteln.

Zu viele Kalorien?

Vergleichen Sie den Wert nun mit Ihrem zuvor ermittelten Kalorienbedarf. Liegt Ihre tatsächliche Kalorienaufnahme über Ihrem Bedarf, sollten Sie Ihren Lebensstil so umstellen, dass sich die beiden Werte annähern. Wenn Sie abnehmen möchten, sollte Ihr Kalorienbedarf sogar um rund 1.000 Kilokalorien höher sein, als Ihre Kalorienaufnahme. Dazu können Sie einerseits die Menge der Kalorien, die Sie aufnehmen, reduzieren.

Vielleicht sind Ihnen während des Kalorienzählens einige Lebensmittel aufgefallen, die einen sehr hohen Kaloriengehalt haben, Sie aber nicht langfristig sattmachen. Am einfachsten ist es, diese Lebensmittel aus Ihrem Speiseplan zu streichen oder weniger davon zu essen. Andererseits können Sie gleichzeitig auch Ihren Kalorienbedarf erhöhen, indem Sie sich mehr bewegen. Suchen Sie sich eine Sportart, die Ihnen Spaß macht.

Auch wenn Sie sich für eine Diät entscheiden, ist das Erfassen ihrer Kalorienaufnahme über einen bestimmten Zeitraum hinweg eine sinnvolle Maßnahme. Sie lernen dabei Ihre eigenen Ernährungsgewohnheiten und den Energiegehalt verschiedener Lebensmittel besser kennen. Dauerhaftes Kalorienzählen kann jedoch zur psychischen Belastung werden. Deshalb sollten Sie dies nur über einen kurzen Zeitraum tun und nach erfolgreicher Ernährungsumstellung zwar bewusst, aber entspannt Ihre Mahlzeiten genießen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 27.01.2017
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Daniela Frank, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter;
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