Der Jo-Jo-Effekt

Wer träumt nicht vom schnellen Abnehmen in drei Tagen? Doch in der Realität ist Abnehmen in der Regel eine langwierige Angelegenheit. Bei radikalen Diäten mit geringer Kalorienzufuhr oder sogar Nulldiät verliert der Körper in den ersten Tagen viel Wasser. Auf der Waage sieht man dann zwar einen Gewichtsverlust, aber leider wurde das überschüssige Fettdepot noch nicht angegriffen.

Schlanke Frau auf Waage © Thinkstock

Der Körper passt sich an – es kommt zum Jo-Jo-Effekt

Von Blitzdiäten oder einseitiger Ernährung ist auch abzuraten, da es dann meist zum Jo-Jo-Effekt kommt: Wenn die Energiezufuhr über einen längeren Zeitraum drastisch gesenkt wird (unter 1.200 kcal) oder bestimmte Nährstoffe fehlen, passt sich der Körper an die veränderten Bedingungen an. Dieser Mechanismus soll den Körper durch Zeiten mit Nahrungsknappheit bringen. Viele Stoffwechselvorgänge werden auf Sparflamme gesetzt und der Grundumsatz sinkt. Dies hat zur Folge, dass auch nach der durchgeführten Diät der Energiebedarf noch verringert ist.

Wer nun wieder normale Mengen isst, nimmt schnell wieder zu. Denn der Körper füllt so schnell wie möglich die Fettdepots auf, um sich vor der nächsten „Hungersnot“ zu schützen. Es werden viel mehr Nährstoffe in Fett umgewandelt als bei einer normalen Ernährungsweise. Ein Teufelskreis entsteht: Die Diät führt kurzfristig zum Erfolg, aber wenige Wochen später ist das Ausgangsgewicht erneut erreicht, häufig sogar überschritten. Die nächste Diät folgt mit gleichem Resultat. Dieses auf und ab des Körpergewichts nennt man auch den Jo-Jo-Effekt, den jeder kennt, der schon einmal schnell abnehmen wollte.

Hilfe gegen den Frust beim Abnehmen

Schließlich ist der Diätwillige so frustriert, dass „alles egal ist“. Unsicherheit, Unzufriedenheit und das Gefühl des Versagens bleiben zurück. Häufig ist es schwierig, alleine einen Ausweg zu finden. In einer solchen Situation sollte der Betroffene fachmännische Hilfe oder die Unterstützung einer Gruppe in Anspruch nehmen. Hierzu gibt es viele Kurs-Angebote mit fachmännischer Betreuung. Außerdem kann der Austausch über ein Forum beim Abnehmen hilfreich sein.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 20.06.2013
  • Autor/in: Christa Dahm, Dipl. Oecotrophologin, DHC, Dahm Health Communikation, Hennef; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter;
  • Quellen: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Ernährungsbericht 2013
  • V. Pudel, J. Westenhöfer: Ernährungspsychologie. Hogrefe Verlag, Göttingen, 1997
  • D. Pape, R. Schwarz, H. Gillessen: Gesund, Vital, Schlank, Deutscher Ärzte Verlag, Köln, 2001
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