Therapie des Diabetes mellitus: Verwendung von Insulin-Pens

Heutzutage wird Insulin in der Therapie des Diabetes am häufigsten mithilfe von Insulin-Pens verabreicht. Seit der Einführung von Pens (engl. für Füllfederhalter) schon vor Jahrzehnten wurden viele verschiedene Varianten entwickelt.

Was ist ein Insulin-Pen?

Insulin-Pens enthalten eine Patrone mit Insulin oder sind fertig mit Insulin befüllt. Das Volumen beträgt 3ml, die Konzentration 100 I.E./ml. Die jeweilige Insulindosis stellt man mit einer Dosiervorrichtung ein. Das Aufziehen des Insulins aus einer Durchstechflasche wird mit einem Insulin-Pen überflüssig, sodass das Insulin unkompliziert mitgenommen und unterwegs gespritzt werden kann. Auch der Nadelwechsel ist bei dieser Technik unkompliziert.

Wie unterscheiden sich Insulin-Pens?

Es sind viele verschiedene Insulin-Pens erhältlich. Sie unterscheiden sich neben Form, Farbe und Größe, vor allem in der Technik. Manche Insulin-Pens haben eingebaute Lupen, die das Ablesen der Dosierung erleichtern. Der Patient mit Diabetes sollte die Wahl des Insulin-Pens individuell nach seinen Bedürfnissen treffen. Hilfestellung bekommt er vom Arzt und Diabetesberater, bei Diabetesschulungen oder in Apotheken. Häufig stehen dort auch verschiedene Modelle zum Ausprobieren zur Verfügung.

Wiederbefüllbare Insulin-Pens

Die „klassische“ Konstruktionsweise sind wiederbefüllbare Insulin-Pens, die mit Insulinpatronen befüllt werden. Der Einstich der Nadel in die Haut und das Verschieben des Kolbens zur Abgabe des Insulins erfolgen bei diesen Insulin-Pens manuell.

Therapie mit Einmalpens

Diese Insulin-Pens kommen mit Insulin befüllt in den Handel und können, wenn sie leer sind, nicht wiederbefüllt werden. Das erleichtert Diabetikern, die motorisch eingeschränkt sind, die Therapie mit Insulin. Der Einstich der Nadel in die Haut und das Verschieben des Kolbens zur Abgabe des Insulins erfolgen auch bei diesen Insulin-Pens manuell, es wird aber etwas weniger Kraft benötigt als bei wiederbefüllbaren Insulin-Pens.

Halbautomatische Insulin-Pens

Auch diese Insulin-Pens werden mit Insulinpatronen befüllt. Der Einstich der Nadel in die Haut erfolgt manuell, aber der Kolben zur Abgabe des Insulins wird durch eine Federmechanik verschoben.

Vollautomatische Insulin-Pens

Bei diesen Insulin-Pens, die mit Insulinpatronen befüllt werden, erfolgen der Einstich der Nadel in die Haut sowie auch das Verschieben des Kolbens zur Abgabe des Insulins durch eine Federmechanik. Dadurch sind diese Insulin-Pens sowohl zur Therapie bei motorischen Einschränkungen als auch bei Patienten mit Diabetes und Spritzenangst besonders geeignet.

Insulin-Pens mit befüllbarer Zylinderampulle

Diese Pens werden mit einer Aufziehhilfe geliefert, mit der eine beliebige Insulinlösung in die Zylinderampulle gefüllt werden kann. Dadurch bietet sich für Patienten mit geringem Insulinbedarf auch die Möglichkeit, U40-Insulin mit einem Insulin-Pen zu spritzen. In der Praxis spielen diese Insulin-Pens nur eine untergeordnete Rolle.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 18.01.2011
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Bericht Interpharm 2006, Deutsche Apotheker Zeitung, 12.03.2006
  • Pharmazeutische Betreuung: Hilfe, mein Pen funktioniert nicht!, Pharmazeutische Zeitung 06/2004
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