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Lexikon Diabetes

Acarbose: blutzuckersenkende Tabletten

Aceton: Abfallprodukt der Fettverbrennung. Wird in Harn und Atemluft ausgeschieden, riecht nach faulem Obst und Nagellack

Altinsulin: Normalinsulin

Arterien: große Blutgefäße oder Adern, die sauerstoffreiches Blut führen

Arteriosklerose: Arterienverkalkung durch Ablagerung von Fetten in der Gefäßwand

Basistherapie: Grundlage jeder Diabetes-Therapie, bestehend aus Ernährungs- und Bewegungstherapie

Bauchspeicheldrüse (Pankreas): Organ, welches u.a. Insulin bildet

Blutzucker: Zuckergehalt des Blutes

Broteinheit (BE): Schätzeinheit für die Kohlenhydrate, die in Lebensmitteln enthalten sind. 1 BE = 10-12 g Kohlenhydrate

B-Zelle: insulinproduzierende Zelle in den Langerhansschen Inseln der Bauchspeicheldrüse

Cortison: hormonähnlicher Wirkstoff, der die Entstehung von Diabetes begünstigt

Diabetes mellitus: Zuckerkrankheit

Diabetische Neuropathie: Sammelbegriff für diabetisch bedingte Nervenschädigungen

Diabetischer Fuß: gefürchtete diabetische Folgeerkrankung mit Durchblutungs- und/oder Empfindungsstörungen des Fußes

Diabetisches Koma: Bewusstlosigkeit durch Austrocknung und Übersäuerung des Körpers

Diät: Kostplan nach ärztlicher Verordnung

Gestationsdiabetes: Störung des Kohlenhydratstoffwechsels, die erstmalig während der Schwangerschaft auftritt

Glukagon: blutzuckersteigerndes Hormon aus den Langerhansschen Inseln in der Bauchspeicheldrüse, das die Zuckerreserven der Leber freisetzt

Glukose: reiner Traubenzucker

Glykämischer Index: Maß für die Höhe des Blutzuckerspiegels nach einer Mahlzeit

Glykogen: Speicherform des Zuckers in der Leber oder Muskulatur

Guanidin: Wirkstoff in blutzuckersenkenden Tabletten

Harnzucker: Zuckerausscheidung im Harn bzw. Urin

HbA1c-Wert: Kontrollwert für die Diabeteseinstellung. Gemessen wird der Verzuckerungsgrad des Hämoglobins in den roten Blutkörperchen.

Hyperglykämie: Überzuckerung, schwere Entgleisung des Stoffwechsels durch stark erhöhten Blutzuckerspiegel

Hypoglykämie: Unterzuckerung, schwere Entgleisung des Stoffwechsels durch Zuckermangel

Impotenz: Zeugungsschwäche

Inselzellantikörper: Antikörper, die das Gewebe der Langerhansschen Inseln in der Bauchspeicheldrüse angreifen

Insulin: blutzuckersenkendes Hormon, das die B-Zellen der Langerhansschen Inseln in der Bauchspeicheldrüse bilden

Insulin-Antikörper: Antikörper, die das Insulin im Körper angreifen

Insulin-Pen: tragbare Insulinspritze vom Aussehen eines Füllfederhalters mit austauschbaren Patronen und Nadeln

Insulinpumpe: automatisches Dosiergerät für Insulin

Insulinresistenz: Wirkungslosigkeit des Insulins im Körper

Kalorie: Maßeinheit für den Energiewert (Nährwert) von Lebensmitteln

Kohlenhydrate (KH): Hauptnährstoff und Energielieferant, vorwiegend pflanzlicher Herkunft

LADA: latent insulinpflichtige Diabetesform mit Auftreten im Erwachsenenalter

Laktazidose (auch Laktatazidose): Übersäuerung des Blutes mit Laktat (Milchsäure). Sehr seltene, aber schwere Nebenwirkung, die bei der Behandlung mit Biguaniden (Metformin) bei Nichtbeachten der Kontraindikationen (vor allem Nierenschwäche, aber auch schwere Lungen-, Leber- oder Herzschwäche, Alkoholismus oder Abmagerungskuren) auftreten kann. Symptome sind anfänglich Müdigkeit und Schwäche, später auch Magen-Darm Beschwerden oder Fieber bis hin zur Bewusstlosigkeit, ein tödlicher Ausgang ist möglich.

Langerhanssche Inseln: Ansammlung von Zellen in der Bauchspeicheldrüse, von denen ein bestimmter Zelltyp, die B-Zellen, das Insulin produziert

Makroangiopathie: Schäden an den großen Blutgefäßen; entsprechen dem Krankheitsbild der Arteriosklerose

Metabolisches Syndrom: Kombination von Übergewicht, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung und gestörtem Glucose-Stoffwechsel

Mikroangiopathie: Schäden an den kleinen Blutgefäßen

Mischinsulin: Insulin, das aus kurz wirkendem Normalinsulin und mittellang wirkendem Verzögerungsinsulin gemischt ist

MODY: stark erbliche Form des Diabetes Typ 2 bei Kindern und Jugendlichen aufgrund eines Gendefektes

Nierenschwelle: Grenze für die Fähigkeit der Niere, Zucker aus dem Blut zurückzuhalten. Wird sie überschritten, gelangt Zucker in den Harn

Normalinsulin: schnell und kurz wirkendes Insulin (Altinsulin)

Polyneuropathie: nichtentzündliche Erkrankung peripherer Nerven, z. B. an Armen und Beinen. Häufige Folgeerkrankung bei Diabetes mellitus

Reflektometer: Blutzuckermessgerät

Retina: Augennetzhaut

Retinopathie: Netzhauterkrankung des Auges

Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes): vorübergehende Zuckerkrankheit durch Hormonveränderungen während der Schwangerschaft

Stoffwechsel-Entgleisung: bei Diabetikes: Unterzuckerung oder Überzuckerung des Blutes

Süßstoff: Zuckerersatzstoff ohne Kohlenhydrate

Sulfonamid: siehe Sulfonyl-Harnstoff

Sulfonyl-Harnstoff: Wirkstoff in blutzuckersenkenden Tabletten

Transplantation: Übertragung von Organen oder Zellen

Überzuckerung: Hyperglykämie

Unterzuckerung: Hypoglykämie

Verzögerungsinsulin: mittellang wirkendes Insulin

Zuckerersatzstoff: Süßstoff

Zuckeraustausch-Stoff: langsam wirkende Zucker, die eingeschränkt für Diabetiker geeignet sind, weil sie nur langsam ins Blut gelangen (z.B. Fruchtzucker, Sorbit, Xylit)


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