Lexikon Diabetes – medizinische Fachbegriffe rund um Diabetes

  • Medikament, das den Blutzucker senkt und bei der Behandlung des Diabetes mellitus eingesetzt wird
  • Abfallprodukt der Fettverbrennung. Wird in Harn und Atemluft ausgeschieden, riecht nach faulem Obst und Nagellack
  • Normalinsulin
  • Ein Blutgefäß, das das Blut vom Herzen wegführt. Arterien transportieren in der Regel sauerstoffreiches Blut. Nur die Arterien des Lungenkreislaufs enthalten sauerstoffarmes Blut. In den Arterien des Menschen sind nur etwa 20 Prozent des gesamten Blutvolumens enthalten. Die größte Arterie ist die Hauptschlagader (Aorta).
  • Umgangssprachlich „Arterienverkalkung“; Schädigung der Arterien durch Ablagerungen von Blutfetten, Blutpfropfen, Bindegewebe und Kalk in den Gefäßwänden.
  • Grundlage jeder Diabetestherapie, bestehend aus Ernährungs- und Bewegungstherapie
  • Organ, das neben Verdauungsenzymen auch die Hormone Insulin und Glucagon bildet.
  • Insulinproduzierende Zellen in den Langerhansschen Inseln der Bauchspeicheldrüse, auch B-Zellen genannt.
  • Glukosekonzentration im Blut; Normwert nüchtern: 65 bis 100 mg/dl (3,4 bis 5,5 mmol/l).
  • Schätzeinheit für die Kohlenhydrate, die in Lebensmitteln enthalten sind. 1 BE = 10 bis 12 g Kohlenhydrate. Wird heute von der Kohlenhydrateinheit KE abgelöst.
  • Chronische Stoffwechselerkrankung, bei der das Blut einen erhöhten Blutzuckerspiegel aufweist. Diabetes mellitus zeichnet sich durch absoluten Insulinmangel (Diabetes Typ 1) oder relativen Insulinmangel (Diabetes Typ 2) aus.
  • Sammelbegriff für diabetisch bedingte Nervenschädigungen
  • Gefürchtete diabetische Folgeerkrankung mit Durchblutungs- und/oder Empfindungsstörungen des Fußes.
  • Eine lebensgefährliche Stoffwechselentgleisung mit stark erhöhten Blutzuckerwerten und massiver Austrocknung des Körpers.
  • Spezielle Form des Diabetes, der durch eine Schwangerschaft ausgelöst wird und unbehandelt ernste Risiken für Mutter und Kind birgt. Meistens bildet sich diese Form der Zuckerkrankheit nach der Schwangerschaft zurück.
  • Das wichtigste Hormon zur Anhebung des Blutzuckerspiegels aus den Langerhansschen Inseln in der Bauchspeicheldrüse; eine Glucagonspritze wird beim diabetischen Unterzuckerungskoma verabreicht.
  • Traubenzucker, wichtiger Energielieferant des Körpers
  • Der glykämische Index ist ein Maß für die blutzuckersteigernde Wirkung von Lebensmitteln im Vergleich zu der Wirkung von Glukose. Dabei wird die Wirkung von 50 g Kohlenhydrate aus einem Lebensmittel mit der Wirkung von 50 g Glukose verglichen. Bei der Bewertung des GI besteht allerdings die Schwierigkeit, dass man den Kohlenhydratgehalt eines Lebensmittels kennen muss.
  • Speicherform der Glukose in Leber und Muskel
  • Wirkstoff in blutzuckersenkenden Tabletten
  • Zuckerausscheidung im Harn (Urin)
  • Das sogenannte Blutzuckergedächtnis. Messbarer Wert, der Auskunft darüber gibt, wie viel Zucker in den letzten 120 Tagen im Blut war.
  • Überzuckerung
  • Unfähigkeit, eine Erektion zu bekommen oder zu halten (Impotentia coeundi).
  • Antikörper, die das Gewebe der Langerhansschen Inseln in der Bauchspeicheldrüse angreifen.
  • Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird und den Blutzuckerspiegel senkt; es ermöglicht den Transport von Zucker aus dem Blut ins Zellinnere, sodass die Zellen Energie bekommen. Sein Gegenspieler ist das Glucagon, dessen Hauptaufgabe es ist, den Blutzuckerspiegel zu erhöhen.
  • Antikörper, die das Insulin im Körper angreifen
  • Gerät zur Insulininjektion, das durch die integrierte Ampulle und Dosiervorrichtung einfach zu handhaben ist
  • Die Insulinpumpe wird ständig am Körper getragen und gewährleistet dadurch eine kontinuierliche Insulinzufuhr; allerdings drohen bei Gerätedefekten gefährliche Komplikationen.
  • Verminderte Empfindlichkeit der Körperzellen auf das Hormon Insulin.
  • Medikamente wie Glitazone machen die Zellen empfindlicher (to sensitize = engl. für empfindlich machen) für Insulin und damit aufnahmefähiger für Glukose.
  • Maßeinheit für den Energiewert (Nährwert) von Lebensmitteln
  • Biologisch bedeutsame Stoffklasse, zu der auch Zucker gehört. Sie stellt einen großen Anteil an der Nahrung dar und ist zum Beispiel als physiologischer Energieträger und als Stützsubstanz vor allem im Pflanzenreich wichtig.
  • Hormon, das in der Nebennierenrinde des Menschen gebildet wird. Die heute in der Medizin verwendeten Glukokortikoide sind chemisch verwandt mit diesem natürlichen Kortison. Sie werden vor allem zur Behandlung von entzündlichen Erkrankungen eingesetzt.
  • Eine Form des Typ-1-Diabetes, die im Erwachsenenalter auftritt und bei der zunächst nur ein geringer Insulinmangel besteht.
  • Übersäuerung des Blutes mit Laktat (Milchsäure). Sehr seltene, aber schwere Nebenwirkung, die bei der Behandlung mit Biguaniden (Metformin) bei Nichtbeachten der Kontraindikationen (vor allem Nierenschwäche, aber auch schwere Lungen-, Leber- oder Herzschwäche, Alkoholsucht oder Abmagerungskuren) auftreten kann. Symptome sind anfänglich Müdigkeit und Schwäche, später auch Magen-Darm-Beschwerden, Fieber oder Bewusstlosigkeit. Ein tödlicher Ausgang ist möglich.
  • Ansammlung von Zellen in der Bauchspeicheldrüse, von denen ein bestimmter Zelltyp, die B-Zellen, das Insulin produziert
  • Schäden an den großen Blutgefäßen; entsprechen dem Krankheitsbild der Arteriosklerose.
  • Gemeinsames Auftreten von Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck sowie Insulinresistenz; Risikofaktor für Arteriosklerose.
  • Insulin, das aus kurz wirkendem Normalinsulin und mittellang wirkendem Verzögerungsinsulin gemischt ist
  • Erbliche Sonderform des Typ-2-Diabetes, der bei nicht übergewichtigen Kindern oder Jugendlichen auftritt.
  • Grenze für die Fähigkeit der Niere, Zucker aus dem Blut zurückzuhalten. Wird sie überschritten, gelangt Zucker in den Harn
  • Erkrankung des peripheren Nervensystems, zum Beispiel der Arme und Beine, also Nervenbahnen außerhalb des Gehirns oder des Rückenmarks.
  • Netzhaut des Auges, die aus spezialisiertem Nervengewebe besteht; dort wird das auftreffende Licht in Nervenimpulse umgewandelt.
  • Netzhauterkrankung des Auges; bei der proliferativen (wuchernden) Retinopathie bilden sich neue Blutgefäße, die in den Glaskörper des Auges hineinwachsen können.
  • Spezielle Form des Diabetes, der durch eine Schwangerschaft ausgelöst wird und unbehandelt ernste Risiken für Mutter und Kind birgt. Meistens bildet sich diese Form der Zuckerkrankheit nach der Schwangerschaft zurück.
  • bei Diabetes: Unterzuckerung oder Überzuckerung des Blutes
  • siehe Sulfonylharnstoffe
  • Medikamente, die die Freisetzung von Insulin aus der Bauchspeicheldrüse anregen – zum Beispiel Glibenclamid.
  • Natürliches Material aus Zellen oder Geweben zur Transplantation. Dabei unterscheidet man:
    - Autologe Transplantation: Spender und Empfänger sind eine Person
    - Syngene Transplantation: Spender und Empfänger sind genetisch identisch, zum Beispiel eineiige Zwillinge
    - Allogene Transplantation: Spender und Empfänger gehören zur gleichen Art, zum Beispiel Mensch zu Mensch
    - Xenogene Transplantation: Spender und Empfänger gehören unterschiedlichen Arten an, zum Beispiel Schwein zu Mensch
  • Mit Verzögerungssubstanz gemischtes Insulin; es gibt Insuline mit mittlerer und mit sehr langer Wirkungsdauer.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 24.10.2017
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin