Das Wichtigste zur Blutzuckermessung

Regelmäßig den Blutzuckerspiegel zu messen ist bei der Behandlung von Diabetes unverzichtbar. Nur mit einer regelmäßigen Kontrolle des Blutzuckers ist eine gute Diabeteseinstellung möglich.

Blutzucker messen © Thinkstock
Es ist erwiesen, dass die Selbstmessung des Blutzuckerspiegels in hohem Maße zu einer Verbesserung der Lebensumstände beiträgt. Man muss seltener mit Folgeschäden oder akuten Komplikationen wie einer Stoffwechselentgleisung (Unter- oder Überzuckerung) rechnen. Je nachdem, welche Therapie angewendet wird, sind gelegentliche oder sogar mehrere Messungen täglich notwendig. Im Rahmen einer Insulintherapie hängt oftmals die Menge des zu spritzenden Insulins vom derzeitigen Blutzuckerwert ab. Eine Blutzuckermessung ist in diesen Fällen unverzichtbar. Wichtig ist dabei, dass Sie Ihre Messungen der Blutzuckerwerte dokumentieren, zum Beispiel in einem Diabetes-Tagebuch. Wann und wie häufig Sie Ihren Blutzuckerspiegel messen, legt Ihr Arzt gemeinsam mit Ihnen fest.

Die Harnzuckermessung

Die Messung von Zucker im Urin hat heutzutage stark an Bedeutung verloren. Die Methode ist zu ungenau, sodass sich damit keine gute Blutzuckereinstellung erreichen lässt. Folgeschäden der Niere durch Diabetes mellitus bilden sich bereits unterhalb der Nachweisgrenze von Zucker im Urin – also bereits bei einem Blutzuckerspiegel unter 160 bis 180 mg/dl. Außerdem werden bei der Messung des Harnzuckers Unterzuckerungen nicht erkannt. Als orientierende Untersuchung ist die Messung des Harnzuckers weiterhin sinnvoll. Sie kann auch dabei helfen, einen zuvor nicht bekannten Diabetes zu entdecken. Bei der Harnzuckermessung erfolgt der Nachweis von Zucker mit speziellen Teststreifen, die in den Urin gehalten werden. Das Ergebnis wird dann an einer Farbskala abgelesen.

Ketokörper im Urin

Bei absolutem Insulinmangel, wie er beim Diabetes mellitus Typ 1 auftreten kann, finden sich sogenannte Ketokörper (auch Ketonkörper genannt) im Urin. Diese entstehen, wenn der Körper zur Energiegewinnung Fett abbaut, da die vorhandene Glukose aufgrund von Insulinmangel nicht verwertet werden kann. Die Ketonbestimmung im Urin ist nur in bestimmten Situationen notwendig, zum Beispiel, wenn der Blutzuckerspiegel mehrfach über 250 mg/dl steigt, bei akuter Erkrankung oder großer Stressbelastung, in der Schwangerschaft und bei drohendem diabetischem Koma (Übelkeit, großem Durst, Benommenheit). Die Messung erfolgt, ähnlich wie beim Harnzucker, mithilfe von Teststreifen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 01.04.2015
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Deutsches Diabetes-Zentrum Düsseldorf