Richtig handeln bei drohendem diabetischen Koma

Eine Überzuckerung (Hyperglykämie) kann individuell sehr unterschiedlich verlaufen und prinzipiell in einem lebensbedrohlichen diabetischen Koma enden. Während sich das ketoazidotische Koma innerhalb weniger Stunden entwickeln kann, verläuft das hyperosmolare Koma eher schleichend, manchmal sogar über Tage. Deshalb sollten Sie am besten mit Ihrem behandelnden Arzt absprechen, wie Sie bei einer Überzuckerung richtig handeln und dies schriftlich festhalten.

Im Allgemeinen sollten Sie bei einem diabetischen Koma folgendermaßen handeln:

  • Informieren Sie bei anhaltenden Blutzuckerwerten über 300 mg/dl und Anzeichen wie Übelkeit, Erbrechen, Schwäche, Bauchschmerzen oder Azetongeruch umgehend die Rettungsleitstelle.
  • Holen Sie sich sofort Hilfe (zum Beispiel Nachbarn) für den Fall, dass Sie bewusstlos werden.
  • Trinken Sie viel und vermeiden Sie körperliche Anstrengung.
  • Messen Sie außerdem Ihren Ketongehalt im Urin mittels Keton-Teststreifen.
Wie Sie im Notfall handeln, sollten Sie sich vom Arzt oder in einer Diabetesschulung zeigen lassen. Die einzelnen Schritte, nach denen Sie oder ein ebenfalls ausgebildeter Ersthelfer bei einem diabetischen Koma vorgehen sollten, sind im folgenden PDF-Dokument zusammengefasst.
Der Notarzt führt an Ort und Stelle gegebenenfalls weitere Maßnahmen durch, zum Beispiel Flüssigkeitsersatz durch Infusionen, die Gabe von Insulin oder Elektrolyten. In den meisten Fällen erfolgt dann ein Transport in die Klinik zur weiteren Betreuung. Anschließend sollte geklärt werden, warum es zu dem diabetischen Koma kam und wie Sie in Zukunft vorbeugen können.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 19.01.2011
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Deutsches Diabetes-Zentrum Düsseldorf
  • G. Herold: Innere Medizin, Köln, 2004
  • Evidenzbasierte Leitlinien der DDG, Stand 2004
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