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Das diabetische Koma: Welche Warnzeichen gibt es?

Das diabetische Koma ist eine schwere Stoffwechselentgleisung mit tiefer Bewusstlosigkeit, die durch einen relativen bzw. absoluten Insulinmangel zustande kommt. Im äußersten Fall endet das diabetische Koma im Volumenmangelschock und Nierenversagen. Jedes drohende diabetische Koma ist daher ein Fall für den Notarzt bzw. für eine Weiterbehandlung in der Klinik. In einem Viertel der Fälle wird der Diabetes durch ein auftretendes Koma erstmals entdeckt. Infektionen sind der häufigste Auslöser.

Man unterscheidet 2 Formen des diabetischen Komas:

Ketoazidotisches Koma - typisch für Diabetes Typ 1



Der beim Typ-1-Diabetiker auftretende absolute Insulinmangel führt einerseits zu einer Erhöhung des Blutzuckers, andererseits zu einem vermehrten Abbau von Fett in Fettsäuren. Diese Fettsäuren werden nur noch unvollständig zu Ketonkörpern wie Azeton abgebaut, häufen sich im Körper an und führen so zu einer Übersäuerung (Ketoazidose). Diese Übersäuerung ist lebensgefährlich, da sie zu einem diabetischen Koma führen kann. Die Behandlung erfolgt unter anderem durch Gabe von Insulin, Glukose, Kalium und Flüssigkeit.

Warnzeichen für ein beginnendes ketoazidotisches Koma sind:
  • Starke Übelkeit mit Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • Azetongeruch in der Atemluft (riecht nach Nagellack oder faulen Äpfeln)
  • Tiefe Atmung (Kussmaul'sche Atmung)
  • Starke Müdigkeit oder Schläfrigkeit
  • Durst
  • Häufiges Wasserlassen
  • Schwächegefühl.


Hyperosmolares Koma- typisch für Diabetes Typ 2



Diese Stoffwechselentgleisung betrifft eher Typ 2-Diabetiker, bei denen die Bauchspeicheldrüse in geringem Umfang noch Insulin produziert. Durch diesen relativen Insulinmangel steigt zwar ebenfalls der Blutzuckerspiegel, jedoch wird durch die Restmange an Insulin verhindert, dass es zu einer Anhäufung von Ketonkörpern kommt. Man findet daher keine Übersäuerung des Blutes (Azidose) und keine Ketonkörper im Urin, jedoch oft sehr stark erhöhte Blutzuckerwerte (zum Teil über 1.000 mg/dl) und Zeichen eines Flüssigkeitsmangels. Die Behandlung erfolgt in erster Linie durch die Zufuhr von Flüssigkeit und erst dann durch die Gabe von Medikamenten.

Warnzeichen für ein beginnendes hyperosmolares Koma sind:
  • Appetitlosigkeit und Erbrechen
  • Durst und häufiges Wasserlassen
  • Schwächegefühl
  • Schnelle Atmung
  • Zeichen der Austrocknung mit Kollapsneigung.


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