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Diabetes mellitus: Eine Frage des Lebensstils?

Bei Diabetes mellitus handelt es sich um eine Fehlregulation des Insulinhaushalts. Je nach Ursache der Erkrankung liegt ein Insulin-Mangel (Diabetes mellitus Typ 1) oder eine zunehmende Unempfindlichkeit des Körpers gegenüber Insulin (Diabetes mellitus Typ 2) vor. Die Folge ist allerdings dieselbe: ein zu hoher Zuckergehalt im Blut.

Insulin ist ein körpereigenes Hormon, das in den Inselzellen der Bauchspeicheldrüse produziert wird. Bei Diabetes Typ 1 werden diese Zellen durch körpereigene Abwehrmechanismen zerstört. Ursache für den Diabetes ist in diesem Fall also eine Autoimmunerkrankung.   Betroffene können Ausbruch und Verlauf der Stoffwechselerkrankung nur bedingt durch einen gesunden Lebensstil beeinflussen. Die Veranlagung zu Typ 1-Diabetes ist bis zu einem gewissen Grad vererbbar, der konkrete Auslöser meist nicht bekannt. Es ist somit nicht möglich, dieser Form der Zuckerkrankheit vorzubeugen. Die typischen Symptome des Diabetes mellitus, wie starker Durst und vermehrtes Wasserlassen, treten beim Typ 1 meist plötzlich und heftig auf. Häufig sind Kinder und Jugendliche von dieser Form des Diabetes betroffen, Erkrankungen nach dem 25. Lebensjahr sind möglich, allerdings selten.

Hauptrisikofaktor für Diabetes Typ 2 ist dagegen Übergewicht. Wer ungesunde, also fett- und zuckerreiche Ernährung vermeidet und für regelmäßige Bewegung sorgt, kann das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken, deutlich senken. Allerdings spielt auch bei Typ 2 die Vererbung eine Rolle. Hier fehlen zu Anfang der Erkrankung meist eindeutige Symptome, sodass die Diagnose nicht selten zufällig gestellt wird. Die Krankheit tritt meist im höheren Lebensalter auf, allerdings ist deutlich eine Tendenz zu einem Beginn in jüngeren Jahren erkennbar. Heutzutage sind vermehrt bereits Kinder und Jugendliche von dieser Art des Diabetes betroffen, was direkt mit dem sich wandelnden ungesünderen Lebensstil in Verbindung zu bringen ist.

Folgeerkrankungen des Diabetes mellitus

Ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel hat zahlreiche negative Folgen. Besonders gefürchtet sind Schädigungen der Arterien: Die Zuckerkrankheit kann zu sogenannten Mikro- und Makroangiopathien führen. Diese Angiopathien sind vergleichbar mit der Arteriosklerose, also der Verkalkung von Arterien. Bei der Makroangiopathie sind vor allem große Gefäße betroffen. Sind beispielsweise die Herzkranzgefäße betroffen, kann ein Herzinfarkt die Folge sein.

Bei der sogenannten Mikroangiopathie sind vor allem kleinere Gefäße betroffen. Mögliche Folgen sind Schädigungen am Auge (diabetische Retinopathie), der Nieren (diabetische Nephropathie) und des Nervensystems (diabetische Neuropathie). Eine weitere typische Folgeerkrankung ist das diabetische Fußsyndrom, das ebenfalls durch Schäden an den Nerven und Gefäßen verursacht wird.

Behandlungsmöglichkeiten bei Diabetes mellitus

Die Behandlung des Diabetes mellitus hängt maßgeblich vom Typ der Erkrankung ab. Typ-1-Diabetiker sind immer auf eine individuelle und lebenslange Insulin-Therapie angewiesen. Diese kann und sollte durch gesunde Ernährung und Bewegung ergänzt werden.  

Für viele Typ-2-Betroffene können eine Veränderung der Lebensgewohnheiten, d.h. eine Gewichtsreduktion, Diät sowie ausreichend Bewegung als Therapie ausreichend sein. Darüber hinaus können auch hier Tabletten oder eine Insulin-Therapie notwendig werden. Die Wirkarten, Präparate und Darreichungsformen sind sehr verschieden und müssen individuell angepasst werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 01.04.2015
  • Autor/in: vitanet.de
  • Quellen: Deutsches Zentrum für Diabetesforschung. http://www.dzd-ev.de/themen/diabetes-die-krankheit/ursachen/index.html (abgerufen am 14.1.15)
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