Medikamente im Straßenverkehr

Ungefähr 20 Prozent aller Unfälle gehen auf den Einfluss von Medikamenten zurück. Für Fahrer, die unter Einfluss von Medikamenten am Steuer sitzen, kann das rechtliche Konsequenzen haben – Führerscheinentzug oder den Verlust des Unfall-Versicherungsschutzes.

Vorsicht bei Medikamenten am Steuer

Wer unter Medikamenteneinfluss fährt, handelt fahrlässig – auch wenn er über die negativen Wirkungen des Medikaments nicht informiert ist. Der Beipackzettel gibt Auskunft, ob das Medikament die Fahrtüchtigkeit beeinflussen kann oder nicht.

Rund 20 Prozent aller Medikamente beeinträchtigen die Fahrtüchtigkeit. Sie haben oft ähnliche Wirkungen wie Alkohol, setzen die Reaktionsschnelligkeit und die realistische Einschätzung von Gefahren herab. Hat man nach der Einnahme Schwindelgefühle oder kann nicht mehr klar sehen, gilt auf alle Fälle: Hände weg vom Steuer.

Aber nicht immer macht sich beispielsweise eine verlängerte Reaktionszeit direkt bemerkbar: Auch wenn Sie selbst nichts merken, kann Ihre Fahrtüchtigkeit eingeschränkt sein. Seien Sie deshalb vorsichtig nach der Einnahme von Medikamenten, die einen entsprechenden Warnhinweis enthalten – nicht nur als Autofahrer, sondern auch als Radfahrer, Fußgänger oder beim Bedienen von Maschinen.

Nicht nur Psychopharmaka, Schlaf- oder Beruhigungsmittel wirken sich auf die Fahrtüchtigkeit aus. Auch scheinbar harmloser Hustensaft oder Nasentropfen können das Fahrverhalten beeinflussen. Man kann hier vorbeugen, indem man das Medikament erst nach der Fahrt einnimmt oder ein anderes Arzneimittel benutzt. Bei Heuschnupfen ist es außerdem ratsam, sich einen Pollenfilter in den Wagen einbauen zu lassen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 29.05.2015
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.