Medikamente und Kinder: Hier ist Vorsicht geboten

Medikamente Kind bekommt einen Löffel voll Medizin.
Kinder sind keine kleinen Erwachsenen! Das gilt auch beim Umgang mit Medikamenten. Hier müssen Eltern besondere Sorgfalt walten lassen, denn es gelten ganz andere Regeln.

Babys nicht eigenmächtig Medikamente geben

Säuglingen und Kleinkindern sollte man niemals eigenmächtig Medikamente verabreichen oder die Dosierung verschriebener Medikamente ändern - schon eine einfache Kopfschmerztablette kann ernste Nebenwirkungen hervorrufen. Auch harmlose Medikamente können ein schwerwiegendes Krankheitsbild überdecken, so dass die richtige Behandlung verzögert wird. Sprechen Sie deshalb immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie zu einem Medikament für Ihre Kinder greifen.

Medikamente gehören nicht in die Reichweite von Kindern

Was jeder weiß: Medikamente dürfen niemals in Reichweite von Kindern aufbewahrt werden. Manche Säfte schmecken süß und Kinder trinken heimlich davon, wenn sie in Griffhöhe stehen. Und sollten Kleinkinder sehen wie ihr Opa Tabletten nimmt, so kann der Nachahmungstrieb schlimme Folgen haben. Sollte Ihr Kind eigenmächtig ein Medikament eingenommen haben, muss es sofort zum Arzt!

Tipps für die Einnahme von Medikamenten bei Kindern

Das kennen alle Eltern: Kinder machen den Mund nicht auf oder spucken das Medikament wieder aus. Bei Kleinkindern ist es meistens problematisch, ihnen die verschriebenen Medikamente zu geben. Um Kindern Medikamente gut verabreichen zu können, gibt es denselben Wirkstoff in verschieden Formen - am besten bewährt haben sich Saft, Tropfen oder Zäpfchen. Wird das Arzneimittel geschluckt, enthält es oft auch einen für Kinder angenehmen Geschmacksstoff.

Hat der Arzt ein Medikament mit ungewohntem Geschmack verschrieben, so kann man es für die Kinder mit Fruchtsaft, Tee oder Muttermilch mischen - nur muss man hier darauf achten, dass das Fläschchen mit Frucht- und Hustensaft wirklich leer getrunken. Leider dürfen nicht alle Tropfen so verdünnt werden, diese kann man mit einer Spritze (natürlich ohne Nadel) verabreichen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 30.01.2007
  • Autor/in: vitanet.de
  • Quellen: Engels, Elke: Kinder in der Apotheke, 2003
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