Die Hausapotheke

Wer Medikamente im Haus aufbewahrt, der sollte das in einer sogenannten Hausapotheke tun. Werden für kleinere oder auch größere Verletzungen oder bei Krankheiten Medikamente benötigt, so ist eine zentrale „Anlaufstelle“ besser als diverse Schubladen, Schränke oder Regale.

verschiedene Arzneimittel © Thinkstock

Wohin mit Medikamenten im Haushalt?

Medikamentenschränke gibt es in verschiedenen Ausführungen. Egal für welches Material man sich entscheidet: Wichtig ist, dass er abschließbar ist. Medikamente gehören nämlich nicht in die Hände von Kindern oder möglicherweise geistig verwirrten Personen.

Als Orte für eine Hausapotheke eignen sich zum Beispiel der Flur oder das Schlafzimmer. In jedem Fall sollte es sich um einen kühlen und trockenen Raum handeln, da in diesem Klima Medikamente am längsten haltbar bleiben. Aus diesem Grund scheidet das Badezimmer aus.

Was gehört in die Hausapotheke?

Eine Hausapotheke sollte gut durchorganisiert sein, damit sie nicht zur „Medikamentenmüllhalde" verkommt. Neben den persönlichen Medikamenten, die der Arzt verschrieben hat oder man selbst gekauft hat, weil man sie gelegentlich braucht, sollte sie auch Mittel zur Versorgung von Verletzungen (Sportverletzungen, Schnittwunden et cetera) oder solche gegen Unwohlsein wie Übelkeit oder Erkältungen enthalten. Bei der Zusammenstellung Ihrer Hausapotheke sollten Sie sich in Ihrer Apotheke beraten lassen.

Eine Check-Liste mit den notwendigsten Medikamenten finden Sie hier:

Medikamente richtig aufbewahren

Medikamente sollten in der Originalverpackung mit Beipackzettel aufbewahrt werden. Alle notwendigen Informationen über das entsprechende Medikament kann man dort nachlesen. Nur so ist garantiert, dass die Anwendung korrekt erfolgt. Und nur richtig angewendete Medikamente können auch richtig wirken.

Auf der Verpackung von Medikamenten sollte direkt beim Öffnen das Tagesdatum notiert werden. So kann die Hausapotheke mit wenigen Blicken daraufhin kontrolliert werden, was aussortiert werden muss. Abgelaufene oder bereits vor längerer Zeit angebrochene Medikamente sollten nicht mehr benutzt werden, da chemische Prozesse die Inhaltsstoffe verändern. Die Arzneimittel wirken einige Zeit nach dem Öffnen nicht mehr oder können sogar schädlich sein. Bei Salben beispielsweise beträgt die sogenannte Aufbrauchfrist nur wenige Wochen bis etwa sechs Monate. Die Dauer der Aufbrauchfrist hängt vom Arzneistoff, der Arzneiform, Konservierung und Lagerung des Arzneimittels ab.  

In jedem Fall sollte einmal jährlich der Inhalt der Hausapotheke überprüft werden. Abgelaufene Arzneimittel, verstaubtes Verbandsmaterial, eingetrocknete Salben oder angerostete Scheren haben nichts darin zu suchen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 29.05.2015
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/fileadmin/medizinische_klinik/Abteilung_2/Sektion_Allgemeinmedizin/termine_va/tag_der_allgemeinmedizin/2006_10/5_061007_Schulungseinheit_AH_gesamt_skript.pdf