Das erfolgreiche Arztgespräch
Wer kennt das nicht: Endlich hat man sich durchgerungen, zum Arzt zu gehen. Nach dem Praxisbesuch kommt jedoch ein unbefriedigendes Gefühl auf. Fragen wurden nicht gestellt oder blieben unbeantwortet. Die Diagnose ist nicht verständlich oder die Therapie leuchtet nicht ein. Vitanet.de verrät Ihnen, wie Sie mit ein paar Tricks und etwas Vorbereitung ein gelungenes Gespräch mit Ihrem Arzt führen.
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Ein unbefriedigendes Arztgespräch kann zur Folge haben, dass sich Patienten nicht an die vorgeschlagene Behandlung halten: oft mit negativen Folgen für die Gesundheit.
Versuchen Sie dem Arzt seine Arbeit zu erleichtern, indem Sie sich bereits im Vorfeld des Gesprächs Gedanken zu folgenden Punkten machen:
Versuchen Sie dem Arzt seine Arbeit zu erleichtern, indem Sie sich bereits im Vorfeld des Gesprächs Gedanken zu folgenden Punkten machen:
Beschwerden
Beschreiben Sie all Ihre Beschwerden. Wann, wie häufig und in welchen Situationen treten sie auf? Was hilft dagegen und wodurch werden sie schlimmer? Überlegen Sie, ob sich die Beschwerden in letzter Zeit verändert haben. Schreiben sie am besten alles auf.
Krankengeschichte
Notieren Sie in kurzen Stichpunkten Ihre Krankengeschichte:
- Kinder-, Jugend- und Vorerkrankungen
- Operationen mit Datum (evtl. frühere Befunde)
- derzeitige Medikamente (auch scheinbar unwichtige, wie etwa Aspirin)
- Lebensgewohnheiten (etwaiger Alkohol- und Nikotinkonsum, Sport, Essgewohnheiten)
- Krankheiten in der Familie.
Zusätzliche Belastungen
Sagen Sie dem Arzt, wenn Sie noch unter anderen Belastungen in Ihrem Leben leiden. Stehen Sie unter psychischem Druck oder sind Sie derzeit stark gestresst? Die Psyche spielt bei vielen Krankheiten eine Rolle und kann den Verlauf beeinflussen.
Schwieriger Anfang
Wenn Sie dem Arzt etwas sagen wollen, was Ihnen unangenehm oder peinlich ist, schreiben Sie sich vorher auf, wie Sie das Thema zur Sprache bringen wollen und signalisieren Sie dem Arzt, dass es Ihnen nicht leicht fällt, darüber zu sprechen. „Es ist mir unangenehm/peinlich, es zu sagen, aber seit einiger Zeit...“. Und denken Sie daran, was ihnen vielleicht unangenehm ist, hat Ihr Arzt in seiner Berufslaufbahn schon viele Male gesehen. Ihnen braucht nichts peinlich zu sein.
Setzen Sie Ihre Ansprüche durch
Sie sind zum Arzt gegangen, um eine Antwort auf die Fragen zu Ihrer Gesundheit zu bekommen. Der Arzt wird dafür bezahlt, sich um Sie zu kümmern. Sie haben ein Recht darauf, dass er sich ganz auf Sie konzentriert - fordern Sie dies ohne Bedenken ein.
Fragen-Zettel
Am besten notieren Sie sich vor dem Arztbesuch Ihre Fragen auf einen Zettel. Schreiben sie das Wichtigste an die erste Stelle. Verlassen sie die Arztpraxis nicht, bevor Ihre wichtigsten Fragen beantwortet wurden - deshalb sind Sie ja hingegangen.
Keine Scheu vor Konflikten
Bleiben sie offen und ehrlich, auch wenn Sie sich damit in Konflikt mit dem Arzt geraten. Sagen Sie, wenn Sie eine Untersuchung oder eine Therapie ablehnen. Oft sind mehrere Behandlungsweisen möglich.
Wenn es ernster ist
Überlegen Sie, ob Sie vielleicht eine vertraute Person mit zum Arzt nehmen wollen. Vier Ohren hören mehr als zwei. Ihr Freund oder Freundin kann Notizen machen und Sie können sich nach dem Arztbesuch mit jemandem beraten.
Zweitmeinung
Wenn Sie Zweifel haben, scheuen Sie sich nicht, einen zweiten Arzt nach seiner Meinung zu fragen. Holen Sie sich die dafür notwendigen Unterlagen, Befunde und Röntgenbilder von Ihrem Arzt - Sie haben ein Recht darauf, sie zu bekommen. Diskutieren Sie eine abweichende Einschätzung mit Ihrem Arzt.
Gefühle nennen
Reden sie über Ihre Gefühle - haben Sie Angst vor der Krankheit und deren Folgen? Der Arzt nimmt Sie mit so einer Aussage leichter als kranken Menschen wahr und nicht als Fall, der nach Lehrbuch zu behandeln ist.
Den Arzt um seine persönliche Meinung bitten
Stellen Sie Ihrem Arzt abschließend folgende Fragen:
Was würden Sie Ihrer Frau oder Ihren Kindern empfehlen?
oder
Wie würden Sie für sich entscheiden?
So erhalten Sie einen noch besseren Einblick in die persönliche Meinung Ihres Arztes.
Was würden Sie Ihrer Frau oder Ihren Kindern empfehlen?
oder
Wie würden Sie für sich entscheiden?
So erhalten Sie einen noch besseren Einblick in die persönliche Meinung Ihres Arztes.




