Keine Chance für Schlafkiller im Urlaub

Jeder Zweite ist bereits kurz nach den Ferien wieder gestresst. Der Grund: schlechter Schlaf. Warum viele im Urlaub unter Schlafproblemen leiden und wie Sie vorbeugen.

Frau schläft am Strand. © iStock
(Hannover – 09.08.2019) Wie nachhaltig die Erholung im Urlaub ist, hängt auch vom Schlaf ab. Doch gerade Berufstätigen fällt das Abschalten während der freien Zeit oft schwer. Die Folge: Viele sind bereits kurz nach ihrem Urlaub wieder gestresst.

Wie lange die Urlaubserholung anhält

Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse geht das fast 50 Prozent der Teilnehmern so: Jeder Zweite von 1026 Befragten im Alter von 18 bis 70 Jahren fühlt sich nach seinem Jahresurlaub nur ein paar Tage lang entspannt, bevor ihn der alltägliche Stress wieder fest im Griff hat. Neun Prozent fühlen sich sogar prompt nach dem Wiedereinstieg in den Alltag und das Arbeitsleben erneut urlaubsreif.

Gedankenkarussel raubt den Schlaf

Wer viel über seinen Alltag und den Job grübelt, schläft schlechter: Laut Umfrage empfindet mehr als jeder dritte Erwerbstätige die liegen gebliebene Arbeit bei der Rückkehr aus dem Urlaub als belastend. Für die Zeit Ihrer Abwesenheit sollten Sie möglichst eine Vertretung organisieren, diese frühzeitig und genau einweisen sowie das gesamte Team über die anstehenden Aufgaben informieren. Außerdem hilft es, wenn Sie auflisten, was nach den Ferien erledigt werden muss – das macht den Kopf frei für die schönste Zeit des Jahres. Darüber hinaus ist digitale Entschleunigung wichtig, denn wer im Urlaub ständig berufliche E-Mails und Nachrichten checkt, tut sich schwerer abzuschalten.

Gerade auf Reisen können aber auch andere Faktoren wie eine ungewohnte Umgebung, eine Zeitumstellung oder ein anderes Klima Urlaubern den Schlaf rauben. Es ist ganz normal, an einem fremden Ort oberflächlicher zu schlafen und häufiger aufzuwachen. Folgende Tipps können jedoch zu einer erholsamen Nachtruhe im Urlaub beitragen:

Sechs Tipps, wie Sie im Urlaub gut schlafen

  • Tipp 1: Wer auf Reisen in einer anderen Zeitzone landet, sollte sich gleich nach der Ankunft auf das neue Zeitmuster einstellen. Außerdem sollten Urlauber nicht zu viel, sondern ähnlich lange wie im Alltag schlafen. So gerät der Körper nicht aus dem Takt.
  • Tipp 2: Frische Luft und Bewegung sind auch im Urlaub wichtig. Wer sich ausschließlich im Liegestuhl aufhält, schläft abends schlechter ein.
  • Tipp 3: Für einen entspannten Schlaf ist es am besten, etwa zwei Stunden vor dem Zubettgehen auf schwere Mahlzeiten zu verzichten.
  • Tipp 4: In heißen, tropischen Regionen sollten Sie Klimaanlagen so einstellen, dass es maximal fünf bis sieben Grad kühler ist als die Umgebungstemperatur. Sonst erleidet der Körper einen Temperaturschock. Das führt häufig zu einer Erkältung – und somit wiederum zu schlechtem Schlaf.
  • Tipp 5: Da die Betten am Urlaubsort ungewohnt sind, ist es gerade für Menschen mit Nacken- und Rückenbeschwerden sinnvoll, ein eigenes Kissen mitzunehmen. Ohrstöpsel oder beruhigende Meditationsmusik über Kopfhörer blenden zudem störende Geräusche aus.
  • Tipp 6: Telefone, Fernseher und andere Geräte sollten Sie nachts ausschalten. Sie können selbst im Standby-Modus durch leises Surren und elektromagnetische Felder Schlafstörungen verursachen. Das gilt auch für zu Hause.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 09.08.2019
  • Autor/in: vitanet.de; Kristina Wagenlehner
  • Quellen: Pressemitteilung der KKH Kaufmännischen Krankenkasse vom 23. Juli 2019: Keine Chance für Schlafkiller im Urlaub! Jeder Zweite kurz nach den Ferien wieder gestresst - KKH gibt Tipps für gute Erholung