Checkliste für Gesundheits-Apps

Gesundheits-Apps sind beliebt. Aber was bringen die Apps wirklich und sind die Inhalte seriös? Wie sieht es mit dem Datenschutz aus? Mit dieser Checkliste können Sie Ihre Apps prüfen.

Sportliche Frau mit Handy. © iStock
(Heidelberg – 13.05.2020) Mehr als 100.000 Gesundheits-Apps sind auf dem Markt – angefangen von Fitness- und Entspannungsprogrammen über Coaches für gesunde Ernährung, mehr Bewegung oder zur Nikotinentwöhnung bis zu Diagnose-Apps, Symptom-Checkern und Medikationsmanagement. Hinsichtlich Qualität, Nutzen, Transparenz und Datenschutz weisen die Angebote große Unterschiede auf. Verbindliche Bewertungskriterien fehlen zurzeit noch.

Zwei von drei Smartphone-Besitzern nutzen Gesundheitsapps

Die Bereitschaft der Bevölkerung, digitale Lösungen im Gesundheitswesen zu nutzen, ist groß. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die von Bitkom Research durchgeführt wurde. Danach nutzen zwei von drei Smartphone-Besitzern in Deutschland Gesundheits-Apps. Informationen zu Gesundheits-, Fitness- und Ernährungsthemen liegen dabei ganz vorne. Im konkreten Krankheitsfall wären über zwei Drittel bereit, digitale Unterstützungsangebote einzusetzen. Jeder Zweite der Befragten hält die digitale Versorgung für notwendig, um die steigenden Kosten des Gesundheitssystems aufzufangen. Und der Markt hat einiges zu bieten: Fast täglich kommen neue Angebote hinzu. Aber was bringen die Apps wirklich? Welchen Nutzen haben sie? Sind die Inhalte seriös und wissenschaftlich fundiert? Wie sieht es mit dem Datenschutz aus?

Checkliste für Apps

Gesundheits-Apps sollten Sie nicht ungeprüft verwenden. Bei der Bewertung kann die Checkliste helfen, die das Aktionsbündnis Patientensicherheit bereit stellt. Zweck und Funktionalität der App, Vorhandensein von Prüfsiegeln wie dem HONcode, Impressum und verständliche Datenschutzerklärung sowie die Finanzierungsform sind relevante Kriterien, die mit der Checkliste abgefragt werden. Ein weiterer Punkt: Was sagen andere zu der App, hat sie viele gute Bewertungen verschiedener Nutzer oder nicht? In nur drei Schritten – Abfrage der Kriterien, ihre Auswertung und die Empfehlung – liegt das Ergebnis vor. „Die Checkliste ist ein einfaches, aber gutes Instrument, um auf Nummer sicher zu gehen. Werden die Kriterien nicht oder nur teilweise erfüllt, ist Skepsis angebracht", sagt Dr. Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes am Deutschen Krebsforschungszentrum.

Mehr interessante Beiträge

Autoren und Quellen Aktualisiert: 13.05.2020
  • Autor/in: vitanet.de; Kristina Wagenlehner
  • Quellen: Pressemitteilung vom Deutschen Krebsforschungszentrum in der Helmholzgesellschaft vom 25.02.03.2020: Checkliste für Gesundheits-Apps
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung