Zustimmungslösung regelt die Organspende neu

Der Bundestag hat für die Zustimmungslösung gestimmt – und damit die Organspende neu geregelt. Was bedeutet das jetzt genau?

Organspende Neuregelung © iStock

Mehrheit der Bundestagsabgeordneten für die Zustimmungslösung

Die Zahl der Organspenden ist seit Jahren niedrig, der Bedarf hoch. Eine neue gesetzliche Grundlage soll das nun ändern. Der Bundestag hat nun über zwei Gesetzesentwürfe abgestimmt: die doppelte Widerspruchslösung und die Zustimmungslösung. Nachdem die Widerspruchslösung abgelehnt wurde, stimmten 432 von 669 Abgeordneten für die Zustimmungslösung.

So regelt die neue Zustimmungslösung die Organspende

Die Zustimmungslösung sieht vor, dass Ärzte und Ämter die Bürger bei Behördengängen regelmäßig zu ihrer Haltung zur Organspende befragen. Spender ist demnach nur, wer zugestimmt hat. In einem bundesweiten Onlineregister wird registriert, ob der jeweilige Bürger seine Organe spenden möchte oder nicht. Jeder soll zudem Zugriff auf die eigenen Daten im Register haben und seine Angaben ändern können. Der zweite Gesetzesentwurf – die Widerspruchslösung –, den die Mehrheit des Bundestages ablehnte, hätte zur Folge gehabt, dass jeder Bürger automatisch Organspender ist, außer er widerspricht.

Abstimmung erfolgt – wie geht es jetzt weiter?

Nachdem der Bundestag für den Gesetzesentwurf der Zustimmungslösung gestimmt hat, muss nun auch der Bundesrat seine Zustimmung geben. Ist dies geschehen, wird das neue Gesetz und somit die Neuregelung der Organspende in Kraft treten.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 16.01.2020
  • Autor/in: vitanet.de; Kristina Wagenlehner
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