Smarte Gesundheit: Wie stehen die Deutschen dazu?

Würden Sie sich von einem Roboter pflegen oder operieren lassen oder die elektronische Gesundheitsakte nutzen? Eine Umfrage verrät, wie die Deutschen darüber denken.

Frau mit Gesundheitstechnologie. © iStock
(Frankfurt am Main – 09.10.2019) Immer mehr Menschen nutzen digitale Lösungen, um ihren Gesundheitszustand zu überwachen beziehungsweise zu verbessern und stehen Innovationen auch innerhalb der medizinischen Versorgung offen gegenüber. Das ergibt die aktuelle Umfrage einer Unternehmungsberatung. Sie befragte 1000 Menschen zu diesem Thema und verglich die Antworten mit den Umfrageergebnissen aus dem Jahr 2017.

Smartphone oder Tablet zur digitalen Gesundheitsüberwachung

Nutzten im Jahr 2017 nur 18 Prozent ein Smartphone oder Tablet zur digitalen Überwachung und Optimierung der Gesundheit, sind es mittlerweile bereits 27 Prozent. Darüber hinaus plant jeder fünfte Nichtnutzer, es in den kommenden 12 Monaten zu tun. Zehn Prozentpunkte legen die Wearables zu, aktuell nutzen sie 18 Prozent der Befragten.
Infografik zu smarter Gesundheit. © BearingPoint

Akzeptanz von Robotern im OP oder der Pflege

Bei den großen technischen Innovationen gewinnen die Roboter an Vertrauen, sowohl im OP-Saal als auch in der Pflege. 2017 wäre knapp jeder Fünfte (19 Prozent) bereit gewesen, sich von einem Roboter operieren zu lassen, 2019 könnte sich das mittlerweile jeder Dritte vorstellen (31 Prozent). Auch im Pflegebereich dürften für 25 Prozent der Befragten Roboter aushelfen, hier lag der Wert zwei Jahre zuvor noch bei 20 Prozent.

Nach wie vor: Sorge über die Datensicherheit

57 Prozent der Befragten würden Apps oder Wearables nutzen, wenn ihre Daten vor dem Zugriff Dritter sicher wären. Dieser Wert wird bestätigt durch die Frage nach den größten Risiken bei der Überwachung der Gesundheitsdaten. Hier geben 54 Prozent an, dass sie befürchten, ihre Daten seien nicht ausreichend geschützt. Dieser Wert lag zwei Jahre zuvor bei 60 Prozent.

Bereitschaft digitale Lösungen für die Gesundheit einzusetzen steigt

„Grundsätzlich ist eine Bereitschaft in der Bevölkerung zu erkennen, digitale Gadgets zur Optimierung der Gesundheit einzusetzen. Die Sorge der Bürger in Bezug auf ihre persönlichen Daten und die Auswertung dieser muss weiterhin sehr ernst genommen werden. Das Stichwort ist: Transparenz.", sagt Ralf Dillmann, Partner bei Bearingpoint.

Elektronische Gesundheitsakte

Die elektronische Gesundheitsakte soll eine sinnvolle Verbindung zwischen Patienten, medizinischen Einrichtungen, Ärzten und Apotheken schaffen. Mehr als jeder Zweite würde sie laut Befragung gern nutzen (53 Prozent), mehr als jeder Zehnte tut das bereits (12 Prozent). Nur 16 Prozent lehnen die Nutzung ab. Allerdings haben 19 Prozent der Befragten noch nie von der elektronischen Gesundheitsakte gehört.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 09.10.2019
  • Autor/in: vitanet.de; Kristina Wagenlehner
  • Quellen: Pressemitteilung von Bearing Point vom 01. Oktober 2019: Smarte Gesundheit Reloaded – Ist die Zukunft bereits da?
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