So isst Deutschland

Der Ernährungsreport 2017 zeigt: Die Deutschen wünschen sich ihr Essen vor allem lecker und gesund. Was ihnen beim Thema Ernährung noch wichtig ist.

Mutter und Tochter essen einen Apfel © iStock
(Berlin – 04.01.2016) In Berlin wurde der Ernährungsreport 2017 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft vorgestellt. Die Befragung zeigt: Für die Deutschen muss ihr Essen vor allem schmecken und gesund sein. Sieht man sich jedoch ihre Lieblingsgerichte an, so spricht dies nicht immer für eine gesunde Ernährung: Auf Platz eins liegen Fleischgerichte (53 Prozent), gefolgt von Nudeln (38 Prozent). Erst auf Platz drei kommen Gemüsegerichte (20 Prozent) und auf Platz vier Fischgerichte (16 Prozent). Mit zu den Favoriten gehört außerdem die Pizza (13 Prozent).

Den Befragten ist außerdem wichtig, dass sich ihr Essen einfach und vor allem schnell zubereiten lässt – vor allem für junge Menschen ist die fixe Zubereitung entscheidend (72 Prozent). Mehr als die Hälfte von ihnen greift deshalb auch gerne einmal zur Tiefkühlpizza oder Fertiggerichten.

Die Deutschen kochen immer seltener selbst

Ein weiteres Ergebnis der Ernährungsreports: Die Deutschen kochen immer seltener selbst. Täglich kochen nur noch 39 Prozent. Zwei- bis dreimal pro Woche stehen 33 Prozent der Befragten am Herd – 2015 waren es noch 37 Prozent. 12 Prozent kochen überhaupt nicht selbst.

Was beim Einkauf wichtig ist

Die wichtigsten Kaufkriterien der Deutschen sind der persönliche Geschmack (97 Prozent) und die regionale Herkunft der Produkte (73 Prozent). Danach folgen Produktinformationen und der Preis (57 Prozent).

Doch wie informieren sich die Deutschen eigentlich über die Lebensmittel? Mehr als drei Viertel der Befragten überzeugen sich direkt im Laden von der Qualität der Ware. Über die Hälfte informieren sich aber auch im Internet über Produkte – am häufigsten die 45- bis 59-Jährigen. Immer mehr Bedeutung beim Einkauf haben auch Etiketten und Siegel.

Vor allem achten die Deutschen mehr auf Tierwohllabel, die eine besonders tiergerechte Haltung kennzeichnen (46 Prozent). Eine große Mehrheit hält Verbesserungen in Sachen Tierwohl für notwendig und wünscht sich mehr Transparenz für die Verbraucher – zum Beispiel durch Siegel oder Label. Dafür wären die Deutschen auch bereit, mehr für ihre Lebensmittel zu bezahlen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 04.01.2017
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: Deutschland, wie es isst. Der BMEL-Ernährungsreport 2017
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