Umfrage zur Organspende

Eine aktuelle Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zeigt, wie die Deutschen zum Thema Organspende stehen.

Viele junge Menschen © Thinkstock
(Köln – 03.06.2016) Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat eine bundesweite Repräsentativbefragung zum Thema „Einstellung, Wissen und Verhalten der Allgemeinbevölkerung zur Organ- und Gewebespende in Deutschland 2016“ durchgeführt. Die Umfrage zeigt: 81 Prozent sind dem Thema Organ- und Gewebespende gegenüber überwiegend positiv eingestellt. 32 Prozent der Befragten besitzen einen Organspendeausweis. Daneben spielt auch die Patientenverfügung bei der Dokumentation der Entscheidung zur Organ- und Gewebespende eine Rolle: Neun Prozent haben ihre Entscheidung in einer solchen Verfügung schriftlich festgehalten.  

Getroffene Entscheidungen zur Organspende fallen meist zugunsten einer Einwilligung aus: 74 Prozent derer, die eine Entscheidung getroffen haben, stimmen einer Organ- und Gewebespende nach dem Tod zu, 18 Prozent widersprechen ihr, vier Prozent übertragen die Entscheidung auf eine andere Person und ebenso viele machen eine andere Angabe.

Motiv der meisten: Sie wollen anderen helfen

Auf die Frage nach den Motiven für eine Organspende sagen 77 Prozent, dass sie anderen Menschen helfen wollen. 27 Prozent der Befragten lehnen eine Organ- und Gewebespende ab, weil sie glauben, als Spender nicht geeignet zu sein, 20 Prozent äußern Angst und Unsicherheit gegenüber der Organentnahme und 19 Prozent fehlt das Vertrauen in das Organspendesystem. Die Befragten, die noch keine Entscheidung getroffen haben, begründen dies damit, dass sie sich zu wenig mit dem Thema beschäftigt haben.

Krankenkasse informiert alle zwei Jahre

Das Transplantationsgesetz schreibt vor, dass Krankenkassen und Krankenversicherungsunternehmen ihre Versicherten ab dem vollendeten 16. Lebensjahr alle zwei Jahre über die Möglichkeiten einer Organ- und Gewebespende informieren. Versicherte sollen dadurch unterstützt werden, eine informierte Entscheidung zur Organ- und Gewebespende zu treffen und sie im Organspendeausweis zu dokumentieren.  

Wenn Sie eine Entscheidung getroffen haben, drucken Sie den Organspendeausweis einfach aus, füllen Sie ihn aus und führen Sie ihn künftig im Geldbeutel mit.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 03.06.2016
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Entscheidungen zur Organ- und Gewebespende: Erste Ergebnisse der aktuellen BZgA-Repräsentativbefragung
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