Familien – so geht es ihnen

Eine neue Familienstudie zeigt: Deutsche Familien fühlen sich gesundheitlich ziemlich gut. Wenn nur der Zeitstress nicht wäre.

Glückliche Familie © Thinkstock
(Berlin – 07.03.2014) Zwei Drittel aller Eltern fühlen sich gesundheitlich gut oder sogar sehr gut. Bei den Kindern sind es – laut Angaben ihrer Eltern – sogar 80 Prozent. Zudem sind 93 Prozent der Eltern mit ihrem Familienleben zufrieden. Das geht aus der AOK-Familienstudie 2014 hervor, für die rund 1.500 Personen befragt wurden. Etwas getrübt wird das positive Gesamtergebnis jedoch durch den zunehmenden Zeitstress – er wurde in der Befragung als häufigster Belastungsfaktor genannt. Am meisten fehlt Eltern die Zeit für ihren Partner und für sich selbst.

Das Wohl der Eltern wirkt sich auf die Gesundheit der Kinder aus

Die Untersuchung zeigt außerdem: Das Wohl der Eltern hat direkte Auswirkungen auf die Gesundheit ihrer Kinder. Denn Eltern, die mit ihrem Familienleben zufrieden sind und sich zeitlich weniger belastet fühlen, haben seltener Kinder mit gesundheitlichen Beschwerden wie Einschlafstörungen, Bauch- oder Kopfschmerzen. Unter solchen Störungen leidet jedes fünfte Kind.
Zufriedenheit der Eltern © AOK-Familienstudie 2014
Eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf könnte Familien weiter entlasten und ihre Gesundheit verbessern: „Eltern, die zeitlich und örtlich flexibel arbeiten können, fühlen sich oft gesünder. Wichtig ist auch die Verfügbarkeit eines sozialen Netzwerks und verlässlicher Kinderbetreuung, insbesondere durch Familienmitglieder“, sagt Prof. Ulrike Ravens-Sieberer vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Denn auch das zeigt die Studie: Haben Eltern das Gefühl, ihr Kind wird vom Partner oder einer Institution gut betreut, wirkt sich das positiv auf ihre Gesundheit aus.
Kinderbetreuung © AOK-Familienstudie 2014

Tipps für die Familiengesundheit

Die AOK-Experten geben Eltern vier Empfehlungen für die Gesundheit ihrer Familie:
  • Auf sich selbst achten: Denn kümmern sich Eltern um ihr eigenes Wohl, kommt das direkt der Gesundheit ihrer Kinder zugute.
  • Mehr Zeit für die Familie nehmen: Eine Mahlzeit pro Tag sollte die ganze Familie mindestens zusammen einnehmen. Gut ist auch, die gemeinsame Zeit mit Bewegung zu verbringen.
  • Sich Unterstützung suchen: Ein funktionierendes Netzwerk aus Familienmitgliedern, Freunden, Nachbarn und Institutionen entlastet die Eltern und reduziert den Zeitstress.
  • Gesundheitliche Signale der Kinder wahrnehmen: Oft zeigen Kinder ihre Probleme nicht direkt. Deshalb sollten Eltern auf versteckte Signale achten, die sich in körperlichen und psychischen Reaktionen äußern – und gegebenenfalls mit dem Kinderarzt sprechen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 07.03.2014
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: AOK-Familienstudie 2014: Digitale Pressemappe zur Pressekonferenz des AOK-Bundesverbandes am 6. März 2014 in Berlin
  • Gesunde Kinder – gesunde Zukunft: AOK-Familienstudie 2014. Studienzusammenfassung
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