Immer mehr Übergewichtige

Eine aktuelle Untersuchung zeigt: Die Menschen werden immer dicker – auch in den Entwicklungsländern. Woran das liegt und welche Folgen das hat.

Übergewicht © Thinkstock
(Bonn – 09.01.2014) In den vergangenen drei Jahrzehnten sind die Menschen immer dicker geworden, selbst in den Entwicklungsländern. Weltweit ist jeder dritte Erwachsene übergewichtig oder fettleibig. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Overseas Development Institute (ODI). Rund 1,46 Milliarden Menschen sind betroffen – sie haben einen Body-Mass-Index (BMI), der größer als 25 ist. Der BMI ist ein Maß zur Beurteilung des Körpergewichts.

Entwicklungsländer: Zahl der Übergewichtigen hat sich verdreifacht

Allein in den Entwicklungsländern hat sich die Zahl der Fettleibigen und Übergewichtigen zwischen 1980 und 2008 von 250 auf 904 Millionen erhöht. Das ist mehr als das Dreifache. In den Industriestaaten ist die Zahl im gleichen Zeitraum um das 1,7-fache auf 557 Millionen gestiegen. In Europa haben 58 Prozent der Erwachsenen einen BMI über 25 – und damit ähnlich viele wie in Lateinamerika (57 Prozent) sowie Nordafrika und dem Nahen Osten (58 Prozent).

Mit steigendem Einkommen ändert sich die Ernährungsweise

In den Entwicklungsländern hat sich mit steigenden Einkommen auch die Ernährungsweise geändert. Im Allgemeinen wird weniger Getreide und mehr Fleisch, Öl, Fett und Zucker konsumiert. In den Industrieländern essen viele Menschen zu viel, zu große Portionen und zu kalorienreich. Zudem bewegen sie sich zu wenig. Das erhöht das Risiko für Übergewicht und Adipositas (Fettleibigkeit). Daraus können sich viele weitere Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck oder Arteriosklerose entwickeln. Das alleinige Kriterium BMI als Maß für ernährungsbedingte Erkrankungen ist jedoch umstritten.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 09.01.2014
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: aid infodienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e.V. (www.aid.de)
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