Kopfschmerzen bei Kindern

Viele Kinder klagen über Spannungskopfschmerzen. Eltern sollten nicht zu Schmerzmitteln greifen, sondern ihnen helfen zu entspannen.

(Hamburg/Berlin – 21.09.2011) Der Kopf brummt, der Schmerz pocht in den Schläfen: Viele Kinder klagen nach einem langen Schultag über Kopfschmerzen, weiß Ulrich Fegeler, Bundespressesprecher vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. in Berlin. „Die Ursache dafür ist häufig falsches und zu langes Sitzen in den Klassenräumen.“

Der Spannungskopfschmerz äußert sich in der Regel durch ein unangenehmes Druckgefühl im Nacken, das von muskulären Verhärtungen im Rücken stammt. „Der Schmerz zieht den Hinterkopf hoch und ist für Kinder sehr belastend“, so Fegeler. Leichte Übelkeit kann als Begleiterscheinung hinzukommen. Auch wenn Eltern ihrem Kind schnellstmöglich helfen wollen, rät der Kinderarzt vom Griff zur Tablette ab: „Versuchen Sie zunächst, ihrem Kind Entspannungsmöglichkeiten anzubieten, Schmerzmittel sind nicht frei von Nebenwirkungen.“

Schlaf, Wärme und ausreichend Flüssigkeit

Die beste Therapie gegen den Brummschädel nach der Schule ist ein kleines Mittagsschläfchen. „Bei Ganztagsschülern kann es auch das Nickerchen auf dem Sofa am Nachmittag sein“, sagt Ulrich Fegeler. Nach 20 bis 30 Minuten Schlaf fühlen sich die Kinder in der Regel schon besser. „Bei hartnäckigen Verspannungen können Mama oder Papa auch massieren“, erklärt der Arzt.

Ähnliche Entspannungseffekte bringen warme Auflagen, zum Beispiel ein Dinkelkissen, eine Wärmflasche oder ein warmes Bad. Wichtig ist es vor allem, darauf zu achten, dass das Kind ausreichend trinkt. Kinder sollten für den Schultag genügend Getränke und Zwischenmahlzeiten dabei haben: „Sonst können Kopfschmerzen auch ein Zeichen von körperlicher Erschöpfung werden“, warnt der Kinderarzt.

Hilft das alles nicht, können Eltern den Kindern ein leichtes Schmerzmittel, wie Paracetamol, verabreichen. „Allerdings sollten bei wiederholtem Auftreten eines Kopfschmerzes die Ursachen von einem Kinderarzt abgeklärt werden“, rät Fegeler.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 21.09.2011
  • Autor/in: vitanet.de-cw
  • Quellen: dapd
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