Eisenmangel bei Mädchen nach der ersten Regel

Nach der ersten Regelblutung haben Mädchen ein erhöhtes Risiko für einen Eisenmangel. Welche Folgen dieser haben kann und was dann hilft.

Jugendliches Mädchen © iStock
(Köln – 26.10.2017) Es könnte sinnvoll sein, bei Mädchen etwa drei Jahre nach der ersten Regelblutung, also mit etwa 16 Jahren, das Blut auf einen Eisenmangel hin zu untersuchen – zum Beispiel im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung J2. Denn bei ihnen besteht ein erhöhtes Risiko für einen Eisenmangel und sie können in der Folge eine Blutarmut (Anämie) entwickeln – insbesondere wenn sie unter starken Monatsblutungen leiden. Darauf weisen aktuelle Studien hin.

Mögliche Folgen eines Eisenmangels

„Unkonzentriertheit, abfallende Schulleistung, Tagesschläfrigkeit, Blässe, Appetitlosigkeit, brüchige Fingernägel und Haare, eingerissene Mundwinkel und spröde Lippen sowie unruhige Beine beziehungsweise Restless-Legs-Syndrom können eine Folge von Eisenmangel sein“, erklärt Dr. Hermann Josef Kahl vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Auch häufige Infekte können mit einem Eisenmangel verbunden sein.

Ernährungsumstellung kann helfen

Ob ein Eisenmangel vorliegt, kann der Arzt durch eine Blutuntersuchung erkennen. „Eine Ernährungsumstellung und bei Bedarf auch Nahrungsergänzungsmittel helfen dann, wieder einen Vorrat im Körper aufzubauen“, so der Experte. Eisen ist unter anderem in Fleisch, grünem Blattgemüse, Roter Bete, Kresse, Fisch, Eiern, Vollkorngetreideprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen enthalten.

Übergewichtige und Heranwachsende mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko für Eisenmangel.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 26.10.2017
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (www.kinderaerzte-im-netz.de): Nach der ersten Regel haben Mädchen ein erhöhtes Risiko für Eisenmangel
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