So haben ABC-Schützen einen zahngesunden Schulstart

Erster Schultag: Die Schultüte ist prall gefüllt. Neben nützlichen Dingen für den Unterricht und kleinen Überraschungen dürfen auch Süßigkeiten in die Tüte. Mit diesen Tipps behalten Sie die Zahngesundheit Ihrer Kinder im Blick.

Kind mit Schultüte © iStock
(München – 07.09.2018) Der erste Schultag ist da! Es ist ein großes Ereignis für die ganze Familie, wenn aus dem Kindergarten- ein Grundschulkind wird. Seit dem 19. Jahrhundert ist es in Deutschland Brauch, die Einschulung mit einer Schultüte zu „versüßen“. Dabei haben meist schon die Kleinsten gelernt: Zu viel Zucker ist ungesund und schadet den Zähnen. Gleichzeitig wäre ein kompletter Verzicht auf Süßigkeiten unrealistisch – ob in der Schultüte oder im Alltag. Tipps, wie Eltern Wünsche nach Süßem erfüllen und trotzdem die Zahngesundheit ihrer Kinder im Blick behalten.

Tipps für den Genuss von Zucker

Wie stark Zucker die Zähne angreift, hängt vor allem von der Menge ab und wie häufig er gegessen wird – also besser nicht zu viel und zwischendurch naschen, sondern nur zu den Hauptmahlzeiten. Danach die Zähne putzen. Die Vorbeugung gegen Karies fängt bereits beim Einkaufen an: Erste Wahl sind zahnfreundliche Leckereien, zum Beispiel zuckerfreier Kaugummi. Er wird in vielen Sorten angeboten, schmeckt gut, und das ausgiebige Kauen sorgt für mehr Spucke. Der Speichel spült lose Schmutzteilchen von den Zähnen, neutralisiert schädliche Säuren und führt dem Zahn wieder Mineralien zu. Ein spezielles Gütesiegel auf der Verpackung ist das rot-weiße Zahnmännchen mit Schirm – daran erkennen Sie zuckerfreie Süßigkeiten.

Industriezucker, Fruchtzucker, Honig: jeder Zucker schadet den Zähnen

Zucker hat viele Namen. Egal ob Industriezucker, Fruchtzucker, brauner Zucker oder Honig – jeder Zucker ist schlecht für die Zähne. Schwer zu entdecken sind die „versteckten Zucker“. Sie verbergen sich zum Beispiel in Chips, Ketchup, Obstpürees zum Mitnehmen („Quetschies“), Saftschorlen, Limonaden, gesüßtem Fruchtjoghurt, Trockenobst und in Müsliriegeln. Doch auch sonst ist Vorsicht geboten: Selbst in Produkten mit der Kennzeichnung „ohne Zucker“ oder „zuckerfrei gesüßt“ ist er oft enthalten. Auf der Zutatenliste stehen dann Glukose (Traubenzucker), Glukosesirup, Fruktose (Fruchtzucker), Laktose (Milchzucker) oder Maltose (Malzzucker) – sie sind ebenfalls Zuckerarten und können Karies fördern.

Gute und schlechte Lebensmittel im Überblick

Diese Lebensmittel sind gut für Kinderzähne
    • Brot, Nudeln, Reis und Kartoffeln
    • Obst und Gemüse
    • Milch, Joghurt, Käse und Quark
    • Mageres Fleisch, Wurst, Fisch und Eier
    • Öle und Fette
    • Wasser und ungesüßter Tee
Diese Lebensmittel sind schlecht für Kinderzähne
    • Süße Zwischenmahlzeiten und salzige Snacks; zum Beispiel Kekse und Chips
    • Weiche, klebrige Kinderprodukte; zum Beispiel Fruchtriegel
    • Fruchtpürees aus Tütchen zum Aussaugen
    • Fertigprodukte mit Zucker; zum Beispiel Babybrei zum Anrühren
    • Zucker- und säurehaltige Getränke; zum Beispiel Limonaden und Schorlen
Autoren und Quellen Aktualisiert: 07.09.2018
  • Autor/in: vitanet.de; Kristina Wagenlehner
  • Quellen: Pressemitteilung der Bayerischen Landeszahnärztekammer vom 05.09.2018: In meine Schultüte packe ich … So haben ABC-Schützen einen zahngesunden Schulstart
  • zahn.de/Bayerische Landeszahnärztekammer
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