Online im Kreißsaal: die Auswirkungen auf Mutter und Kind

Viele Mütter gehen sofort nach der Niederkunft online. Sie posten, kommentieren, erhalten Glückwünsche – zu Lasten des Neugeborenen und der Mutter-Kind-Bindung.

Frau mit Baby und Handy © iStock
(Berlin – 05.09.2018) „Leni ist da! Mama und Tochter geht es gut!“ Als Lenis Nabelschnur durchtrennt ist, geht der Post online – Mutter und Kind sind zu dem Zeitpunkt noch im Kreißsaal. Eine Studie der Victoria University in Wellington, Neuseeland, untersucht, wie Internet und Handys, insbesondere die sozialen Netzwerke, den Aufbau der Bindung zwischen den jungen Müttern und ihren neugeborenen Babys beeinflussen.

Die Auswirkungen, wenn die Mutter online ist

Das Onlinesein in den sozialen Netzwerken kann negative Auswirkungen auf die Mutter-Kind-Beziehung haben, denn Wissenschaftler gehen davon aus, dass die ersten sechzig Minuten im Leben eines Kindes wichtige physische und psychische Vorteile für Mutter und Kind mit sich bringen. In den ersten Stunden nach der Geburt erfährt das Kind enorme physiologische Veränderungen: Licht, Ton, Berührungen, Kälte und Schwerkraft. Das beeinflusst die neurologischen Reflexe – also Reflexe, die das Nervensystem betreffen. Gleichzeitig wirken sich auf die Mutter während der Geburt neuro-hormononelle Veränderungen aus. Diese Prozesse führen zur Mutter-Kind-Bindung. Die Nutzung von Social Media kann den Aufbau der Verbindung stören.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 05.09.2018
  • Autor/in: vitanet.de; Kristina Wagenlehner
  • Quellen: Pressemitteilung des Australisch-Neuseeländischen Hochschulverbunds/Institut Ranke-Heinemann vom 20.07.2018: Soziale Netzwerke im Kreißsaal stören den Aufbau der Mutter-Kind-Bindung
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