13 Tipps für den richtigen Sonnenschutz bei Kindern

Sommer, Sonne, Sonnenschutz – um Hautkrebs vorzubeugen, ist Sonnenschutz im Kindesalter besonders wichtig. 13 Tipps, wie Sie Kinder vor UV-Strahlen und Sonnenbrand schützen.

Kind mit Sonnenschutz © iStock
(Heidelberg – 25.07.2018) Immer mehr Menschen erkranken an Hautkrebs – als Hauptrisikofaktor von Hautkrebs gilt ultraviolette Strahlung (UV-Strahlung). Kinderhaut ist wesentlich empfindlicher als die Haut von Erwachsenen. Deshalb muss sie besonders geschützt werden.

Die Zahl der Hautkrebs-Neuerkrankungen in Deutschland steigt

Laut der Internationalen Krebsforschungsagentur (IARC) der Weltgesundheitsorganisation ist ultraviolette Strahlung krebserregend und der Hauptrisikofaktor für Hautkrebs. In den letzten Jahren ist die Zahl der Hautkrebs-Neuerkrankungen in Deutschland weiter gestiegen. Im Jahr 2014 erkrankten in Deutschland etwa 21.200 Menschen an dem bösartigen schwarzen Hautkrebs. Durch das Hautkrebsscreening werden viele Tumore bereits in einem frühen Stadium entdeckt. „Dennoch sollten wir uns und vor allem unsere Kinder vor den Strahlen der Sonne schützen, damit es auch später nicht zu einer Erkrankung kommt“, sagt Dr. Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums.

Warum müssen Kinder besonders vor UV-Strahlung geschützt werden?

Im Urlaub, auf dem Spielplatz oder im eigenen Garten – vor allem im Sommer bekommen Kinder viel UV-Strahlung ab. Umso wichtiger ist gerade in dieser Zeit der konsequente Schutz vor starker UV-Belastung und Sonnenbränden. Der Grund: Kinderhaut ist wesentlich dünner als die Haut von Erwachsenen. Auch die Pigmente, die einen körpereigenen Schutz gegen UV-Strahlen bilden, werden im Kindesalter noch nicht in vollem Umfang produziert. Mit jedem Sonnenbrand des Kindes steigt die Wahrscheinlichkeit, im Erwachsenenalter an Hautkrebs zu erkranken.

13 Tipps zum Sonnenschutz von Kindern

Allgemeine Sonnenschutztipps
  • Tipp 1: Bis zum Alter von etwa zwei Jahren sollten Kleinkinder nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden. Wenn das nicht möglich ist, ist ein Kopfschutz und UV-dichte Kleidung ein Muss. 
  • Tipp 2: Grundsätzlich gilt: Kinder zum Schutz vor den UV-Strahlen immer mit Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenbrille ausstatten. Achten Sie bei Brillen auf die Kennzeichnung UV-400 oder 100% UV-Schutz.
  • Tipp 3: Zwischen 11 und 15 Uhr ist die UV-Strahlung am höchsten. Dann sollten Kinder im Sommer am besten nicht in die Sonne gehen. Generell gilt: besser im Schatten aufhalten. 
  • Tipp 4: Denken Sie an einen Sonnenschirm am Kinderwagen.
  • Tipp 5: Achten Sie darauf, dass das Kind ausreichend trinkt.
  • Tipp 6: Schützen Sie Ihr Kind im Auto vor UV-A-Strahlung: mit UV-Folien, Scheibenrollos oder Sonnenschutzblenden – sie sind vor allem an den seitlichen Fensterscheiben nützlich. Nicht in jedem Auto halten alle Scheiben, wie die Frontscheibe, die UV-A-Strahlung ab.
  • Tipp 7: Denken Sie auch an bewölkten Sommertagen an Sonnenschutz. Bis zu 90 Prozent der Strahlen dringen durch die Wolkendecke.
  • Tipp 8: Kein Solariumbesuch. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre dürfen auf keinen Fall in ein Solarium – das ist in Deutschland gesetzlich verboten.
Tipps rund um die Sonnencreme
  • Tipp 9: Sind die Kinder älter als zwölf Monate, können Sie zusätzlich Sonnenschutzmittel aufgetragen.
  • Tipp 10: Wie hoch sollte der Lichtschutzfaktor des Sonnenschutzmittels sein? Mindestens 30 und bei hellhäutigen Kindern – vor allem im Hochsommer und in südlichen Ländern – 50.
  • Tipp 11: Diese Körperpartien brauchen besonders viel Schutz: Nase, Stirn, Ohren, Hände, Schultern, Knie und Fußrücken.
  • Tipp 12: Regelmäßiges Nachcremen nicht vergessen – mindestens alle zwei Stunden.
  • Tipp 13: Nach dem Schwimmen, Schwitzen und Abtrocknen: Sonnenschutz erneut auftragen, auch wenn es sich um ein wasserfestes Produkt handelt.

Mit gutem Beispiel voran gehen

Eltern sollten ihren Kindern mit gutem Beispiel vorangehen. Sowohl zum eigenen Schutz als auch, um den Kindern ein Vorbild zu sein. So lernen sie – ganz automatisch – ein risikoarmes Verhalten in der Sonne.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 25.07.2018
  • Autor/in: vitanet.de; Kristina Wagenlehner
  • Quellen: Pressemitteilung des Deutschen Krebsforschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft vom 18.06.2018: Hautkrebsrisiko UV-Strahlung: Schützt Eure Kinder!
  • Malignes Melanom der Haut: Robert Koch Institut. Zentrum für Krebsregisterdaten, online unter www.krebsdaten.de, (Stand: 27.06.2018).
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