Spielzeug in der Arztpraxis

Sie müssen während der Erkältungszeit mit Ihrem Kind zum Arzt? Um eine Ansteckung zu vermeiden, sollten Sie dann eigene Spielsachen mitnehmen.

Mädchen mit Teddy in einer Arztpraxis © iStock
(Köln – 07.02.2018) Spielsachen und Bücher in Arztpraxen werden zwar regelmäßig gereinigt, dennoch sollten Eltern insbesondere während der Erkältungs- und Grippezeit eigene Bücher und Spielsachen für ihre Kinder mitnehmen, um das Ansteckungsrisiko zu verringern. „Vermeiden Sie, dass Kinder und sie selbst, unterwegs und in der Praxis Augen, Nase oder Mund mit den Händen berühren, da dies günstige Eintrittspforten für Keime sind. Kommen Sie mit Ihrem Kind nicht zu einer Vorsorgemaßnahme, sondern ist Ihr Kind selbst erkrankt und möglicherweise ansteckend, so sollten Sie das Personal darüber informieren. Beim Husten und Niesen die Nase und den Mund mit dem Ellenbogen zu bedecken, gehört zu den wichtigen Verhaltensregeln, die eine Ausbreitung von Keimen verhindern helfen und die Sie ihren Kindern früh beibringen sollten“, erklärt Dr. Monika Niehaus vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Ziehen Sie Papiertaschentücher außerdem Stofftaschentüchern vor, da Sie sie nach dem Gebrauch entsorgen können. Nach dem Schnäuzen, nach dem Toilettenbesuch und nach dem Praxisbesuch sollten Ihre Kinder die Hände gründlich mit Seife waschen – falls dies nicht möglich ist, können sie ein Desinfektionsgel benutzen.

Bei chronischen Krankheiten den Arzt informieren

Leidet ein Kind unter einer chronischen Krankheit und ist besonders anfällig für Atemwegserkrankungen (zum Beispiel bei Mukoviszidose), dann ist das auch eine wichtige Information für den Kinder- und Jugendarzt. Er kann betroffene Kinder bei Bedarf in einem extra Untersuchungsraum warten lassen, um das Ansteckungsrisiko zu verringern.

„Ein einfacher Mund- und Nasenschutz gibt oft falsche Sicherheit. Er bedeckt nur einen Teil des Körpers, aber Hände und Kleidung können mit Keimen belastet sein. Zwar könnten diese Masken das Umfeld vor einem Kontakt mit infizierten Tröpfchen bewahren, doch nur wenn ein Erkrankter die Maske beim Niesen oder Husten nicht abnimmt. Dann eröffnet aber das Hantieren mit der Maske neue Infektionswege. Da die viele Masken nicht kleinste Partikel herausfiltern können und nicht gut abschließen, bieten sie für den Träger nur einen begrenzten Schutz“, so die Expertin. Nur teure spezielle Atemschutzmasken mit Filtern für geschultes Personal können effektiver vor viralen Aerosolen schützen – wenn auch nicht hundertprozentig. Der beste Schutz vor Grippe ist nach wie vor eine Impfung.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 07.02.2018
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte: Arztbesuch während der Grippe- und Erkältungszeit: Kinder sollten eigene Bücher und Spielsachen mitnehmen