Riskante erste Lebenstage

In den ersten beiden Lebenstagen eines Säuglings ist das Risiko für einen plötzlichen Kindstod besonders groß. Wie Eltern es reduzieren können.

Baby schläft © iStock
(Köln – 07.08.2017) Die Gefahr, am plötzlichen Kindstod zu sterben oder ein anscheinend lebensbedrohliches Ereignis zu erleben, ist für Säuglinge in den ersten beiden Lebenstagen besonders groß. Denn in dieser Zeit bestehen noch Risikofaktoren, die Eltern später aufgrund einer verbesserten Aufklärung bewusst vermeiden.

Auf freie Atemwege achten

„Mütter und Väter sollten immer darauf achten, dass die Atemwege des Neugeborenen frei sind. Wenn der Säugling in Bauchlage auf der Mutter liegt, kann das Atmen durch die Brust der Mutter behindert werden. Die Mutter ist meist erschöpft und kann so einschlafen, ohne zu bemerken, dass das Kind nicht genug Luft bekommt. Das Kind selbst reagiert noch nicht entsprechend auf die Luftnot – warum das so ist, ist noch nicht vollständig erforscht. Zusätzlich sorgt die mütterliche Körpertemperatur für Überhitzung, was ebenso als Risikofaktor für den plötzlichen Kindstod gilt“, erklärt Prof. Dr. Hans-Jürgen Nentwich vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Maßnahmen zur Vermeidung des plötzlichen Kindstods

Experten empfehlen, dass ein Baby in Rückenlage im Schlafsack in einem eigenen Bettchen mit fester Unterlage im Elternschlafzimmer schlafen soll, um den plötzlichen Kindstod zu verhindern. Auch durch folgende Maßnahmen können Eltern das Risiko reduzieren:
  • eine gut temperierte, nicht überwärmte und rauchfreie Umgebung
  • Verzicht auf Utensilien im Kinderbett, die über den Kopf des Kindes geraten können – etwa Kissen, Decken oder Kuscheltiere
  • das Kind stillen
  • dem Baby einen Schnuller geben

Warnzeichen, auf die Eltern sofort reagieren sollten

„Erbleichen oder eine blaue Hautverfärbung beim Baby, deutliche Änderung der Muskelspannung – zum Beispiel wenn der Säugling plötzlich schlaff wirkt – und Würgen oder eine stark veränderte Atmung sind immer Warnzeichen, auf die Eltern umgehend reagieren sollten“, so der Experte.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 07.08.2017
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (www.kinderaerzte-im-netz.de): In den ersten zwei Lebenstagen eines Säuglings besonders auf die Atemwege achten
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