E-Zigarette in der Schwangerschaft?

Auf Zigaretten sollen Schwangere verzichten – das ist bekannt. Doch auch E-Zigaretten sollten in der Schwangerschaft dem Kind zuliebe ausbleiben.

Frau raucht E-Zigarette © iStock
(Langenhagen – 28.07.2017) Frauen sollten in der Schwangerschaft auf das Rauchen verzichten, da der Tabakkonsum das Risiko für Asthma, Allergien sowie Herz-Gefäß-Schäden des heranwachsenden Kindes deutlich erhöht. Doch auch E-Zigaretten sind offenbar keine empfehlenswerte Alternative für Schwangere: Darauf macht die Deutsche Lungenstiftung unter Berufung auf neue Studienergebnisse aufmerksam.

Höheres Risiko für allergisches Asthma durch E-Zigaretten

In der Studie wiesen Forscher der University of Technology Sydney bei Mäusen und an menschlichen Lungenzellen nach, dass das Dampfen nikotinhaltiger E-Zigaretten während der Schwangerschaft das Risiko für allergisches Asthma und das Ausmaß asthmatischer Beschwerden beim Ungeborenen erhöht. Die Forscher vermuten, dass das in den E-Zigaretten enthaltene Nikotin wie bei Zigaretten zu epigenetischen Veränderungen bestimmter Genregionen führt, die sowohl bei dampfenden Müttern als auch im Nabelschnurblut der Neugeborenen nachweisbar sind und Kinder unter anderem anfälliger für allergisches Asthma machen.

Am besten schon vor einer Schwangerschaft mit dem Rauchen aufhören

„Raucherinnen mit Kinderwunsch sollten am besten ganz auf das Rauchen verzichten – und zwar möglichst schon, bevor sie schwanger werden. Schließlich ist das Rauchen auch schlecht für die weibliche Fruchtbarkeit – wie übrigens auch für die des Mannes – und kann sowohl den Eierstöcken als auch der Gebärmutter schaden. Das erschwert Embryonen das Einnisten und schmälert damit die Chancen auf eine Schwangerschaft“, sagt der Facharzt für Pneumologie und Internistische Intensivmedizin Prof. Dr. Stefan Andreas von der Deutschen Lungenstiftung. Außerdem riskieren Frauen, die in der Schwangerschaft rauchen, dass ihr Baby mit einem Herzfehler auf die Welt kommt.

Diese Vorteile bringt ein Rauchstopp

Wer aber vor oder frühzeitig während einer Schwangerschaft aufhört zu rauchen, kann folgende Gesundheitsrisiken deutlich senken und so für bessere Startbedingungen für den Nachwuchs sorgen:
  • Das Risiko einer Fehlgeburt geht zurück.
  • Eine Frühgeburt wird weniger wahrscheinlich.
  • Das Risiko einer Totgeburt sinkt – je früher eine schwangere Frau mit dem Rauchen aufhört, umso deutlicher.
  • Die Gefahr des plötzlichen Kindstods sinkt.
  • Die Lungen des Kindes können sich vollständig entwickeln.
  • Das Kind wird weniger anfällig für Infektionskrankheiten oder allergische Reaktionen.
  • Das Risiko für Asthma geht zurück.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 28.07.2017
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung der Deutschen Lungenstiftung: Auch E-Zigaretten während der Schwangerschaft erhöhen das Asthmarisiko des Kindes
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