Hilfe bei Schreibabys

Jedes Baby schreit, aber manche Kinder schreien übermäßig viel: sogenannte Schreibabys. Was Eltern von Schreibabys beim Zubettbringen beachten sollten.

Schreiendes Baby © iStock
(Köln – 29.06.2017) Gesunde Säuglinge steigern ihre Schreidauer und ‑häufigkeit nach der Geburt bis etwa zur achten Lebenswoche, um dann bis zum Ende des dritten Lebensmonats wieder weniger zu weinen. In dieser Phase schreien die Säuglinge durchschnittlich etwas über zwei Stunden pro Tag. „Auch Babys, die übermäßig beziehungsweise exzessiv schreien, sind in der Regel gesund. Als grobe Orientierung kann gelten, dass Säuglinge, die an mindestens drei Tagen pro Woche über mindestens drei Stunden pro Tag ohne ersichtlichen Grund schreien – und dies über drei Wochen lang – ‚Schreibabys‘ sind. Meist werden die Schreiattacken im Tagesverlauf heftiger“, erklärt Dr. Monika Niehaus vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Experten konnten noch keine genaue Ursache für das exzessive Schreien bei Säuglingen finden. Sie gehen aber von mehreren Faktoren und unter anderem von einer gewissen Unreife des Babys aus.

Was Eltern bei übermäßigem Schreien tun können

Eltern sollten wissen, dass übermäßiges Schreien nicht unbedingt eine Ursache haben muss und auch nichts mit ihrer Kompetenz zu tun hat. „Eine klare Strukturierung des Tagesablaufs mit festen Pflege- und Schlafroutinen, bei denen immer eine bestimmte Abfolge von Ereignissen eingehalten wird, bereiten das Kind gut aufs Schlafen vor. Insbesondere vor dem Zubettgehen sollten Eltern das Kind von lauten Geräuschen, hellem Licht und Aktivitäten abschirmen. Wichtig ist es, frühzeitig auf Müdigkeitssignale wie einen glasigen Blick oder Augenreiben zu reagieren, denn wenn das Kind übermüdet ist, fällt ihm das Einschlafen besonders schwer. Helfen alle diese Maßnahmen nicht, können Eltern auch in Absprache mit dem Kinder- und Jugendarzt versuchen, das Kind schreiend ins Bett zu legen und etwa eine Viertelstunde abzuwarten, ob das Kind von allein einschläft. Bleibt dies ohne Erfolg, kann der Säugling erneut kurz gestillt oder gefüttert und dann wieder hingelegt werden“, so die Expertin.

Unter Umständen kann auch eine Babymassage helfen. Denn sie fördert den kindlichen Schlaf und kann sowohl bei der Mutter als auch beim Kind Stress verringern. Warum das so ist, wurde wissenschaftlich bisher nicht geklärt.

Eltern sollten sich frühzeitig vom Arzt beraten lassen und auch Hilfe – zum Beispiel von ehrenamtlichen Helfern und „Schreiambulanzen“ – annehmen, noch bevor sie am Ende ihrer Kräfte sind.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 29.06.2017
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (www.kinderaerzte-im-netz.de): Schreibaby: Babymassage kann Säugling beruhigen
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