Keuchhusten erkennen

Nicht alle Säuglinge husten zwangsläufig, wenn sie an Keuchhusten leiden. Welche Symptome bei Babys stattdessen auftreten können.

Baby beim Arzt © iStock
(Köln – 12.06.2017) Bei Babys und Kleinkindern äußert sich Keuchhusten (Pertussis) nicht unbedingt gleich. „Während Kleinkinder und jüngere Kinder mit Keuchhusten einen Husten mit typischem Keuchen und „Bellen“ sowie anschließendem Erbrechen entwickeln, können Säuglinge mit einem geröteten Gesicht nach Luft schnappen und bei besonders schlimmen Anfällen sogar für ein paar Sekunden mit dem Atmen aufhören“, erklärt Dr. Hermann Josef Kahl vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Für Eltern ist es wichtig zu wissen, dass sich Keuchhusten bei den ganz Kleinen oft anders – also ohne Husten, stattdessen mit Luftnot bis hin zu blau verfärbten Lippen – äußert. Denn für Neugeborene in den ersten Lebensmonaten ist der hochansteckende Keuchhusten besonders gefährlich. Die meisten Säuglinge müssen bei einer Infektion im Krankenhaus behandelt werden. Keuchhustenbakterien werden über die Luft übertragen – beispielsweise beim Sprechen, Niesen oder Husten (Tröpfcheninfektion).

Impfung gegen Keuchhusten

Bis Babys einen vollständigen Impfschutz haben, sind sie darauf angewiesen, dass die Menschen in ihrer Umgebung geimpft sind. „Jeder, der mit Säuglingen Kontakt hat, sollte immunisiert sein“, so der Kinder- und Jugendarzt. Wichtig ist, dass die Impfung regelmäßig aufgefrischt wird. Nach der Grundimmunisierung, die im Rahmen der Sechsfachimpfung durch vier Teilimpfungen erfolgt – die erste mit zwei, die zweite mit drei, die dritte mit vier und die vierte mit etwa elf bis 14 Monaten – sollten Kinder mit der Einschulung mit etwa fünf bis sechs Jahren und dann ab etwa neun Jahren eine Auffrischung erhalten. Erwachsene benötigen mindestens alle zehn Jahre wieder einen Schutz. „Besonders tückisch ist, dass bei Erwachsenen und Jugendlichen Keuchhusten meist nicht so heftig ausfällt und mit einem länger anhaltenden Husten verwechselt werden kann. So können Erkrankte – ohne es zu wissen – Babys mit dem für sie gefährlichen Husten anstecken“, sagt Dr. Kahl.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 12.06.2017
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung des nordrheinischen Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (www.kinderaerzte-im-netz.de): Gefährlicher Keuchhusten: Erkrankte Babys müssen nicht zwangsläufig husten
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