Lebensmittel für Kinder

Babywasser, Kindermilch, pürierte Obstsnacks: Es gibt zahlreiche Lebensmittel speziell für Kinder. Doch sind sie wirklich so gut für den Nachwuchs?

Kleines Mädchen trinkt Kindermilch © iStock
(München – 02.06.2017) Eltern wollen nur das Beste für ihre Sprösslinge. Das führt gerade beim Thema Ernährung zu Fragen, die sich bestimmte viele Mütter und Väter schon einmal gestellt haben: Wie gesund sind Lebensmittel, die speziell für Kinder vermarktet werden? Sollte ich zum Beispiel lieber zu Babywasser, Kindermilch oder Kindermüsli als zu regulären Lebensmitteln greifen?  

Dass gezuckerte Joghurts und Co. nicht zu den gesündesten Lebensmitteln zählen, wissen die meisten Eltern. Wie sieht es aber mit Lebensmitteln aus, die auf den ersten Blick gesund erscheinen? Hier erfahren Sie, ob speziell für Kinder vermarktete Lebensmittel dem Nachwuchs wirklich so guttun.

Babywasser

Wasser, das speziell für Babys angeboten wird, zeichnet sich besonders durch seinen niedrigen Natriumgehalt aus. „Für Babynahrung oder als Getränk eignet sich aber auch jedes andere Mineralwasser, das für eine natriumarme Ernährung geeignet ist und den Zusatz ‚für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet‘ enthält – sein Natriumgehalt also unter 20 Milligramm pro Liter liegt“, erklärt Jessica Scheugenpflug, Ernährungsberaterin von der Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK). Nicht speziell für Babys vermarktetes Mineralwasser kostet teilweise deutlich weniger als spezielles „Babywasser“ und schont somit die Haushaltskasse. Aber auch Leitungswasser ist in Deutschland einwandfrei und kann problemlos verwendet werden – bei kleinen Kindern sollte es aber abgekocht werden. Wenn das Kind älter ist, ist das Abkochen nicht mehr nötig. Trotzdem sollte man am besten den Wasserhahn erst etwas laufen lassen und kaltes Wasser verwenden.

Kindermilch

„Auch Kindermilch ist nicht nur unnötig, sie ist darüber hinaus ungesünder als herkömmliche Milch“ so die Expertin. Denn im Gegensatz zu Kuhmilch ist die sogenannte „Kindermilch“ kein natürliches Produkt. Ihr werden häufig Zucker und künstliche Aromen hinzugefügt. Kinder gewöhnen sich an den süßen Geschmack und trinken auch später lieber ungesunde, gezuckerte Getränke.

Ungezuckertes Kindermüsli

Egal ob das Müsli extra für Kinder angeboten wird oder nicht: Ungezuckertes Müsli ist prinzipiell besser als solches mit Zuckerzusatz, das ist klar. Aber auch bei anderen klassischen Müslizutaten sollten die Eltern Acht geben. „Trockenfrüchte beispielsweise enthalten sehr viel Zucker, durch die Trocknung haben sie eine hohe Energiedichte. Besser ist es, eine reine Flockenmischung zu verwenden, die dann mit frischen Früchten und eventuell auch einem kleinen Anteil Schokomüsli oder ähnlichem gemischt werden kann, wenn das Kind darauf besteht“, sagt die Ernährungsberaterin.

Pürierte Obstsnacks

Verarbeitetes Obst zeichnet sich durch weniger Vitamine und Mineralstoffe aus als frisches Obst. Hinzu kommt, dass Kinder an der Packungsöffnung lutschen und nuckeln, um an den Inhalt zu kommen. Dadurch bleibt der Fruchtzucker lange im Mund und kann zu Karies führen. „Wenn Kinder pürierte Obstsnacks essen, sollte zumindest die Trinköffnung vorher gereinigt werden, um die Keimbelastung zu verringern“, so Scheugenpflug. Frisches Obst sollte aber immer die erste Wahl sein.

Kinder-Früchteriegel

Auch Früchteriegel für Kinder suggerieren nur eine gesunde Ernährung. Fertige Produkte wie diese Früchteriegel enthalten deutlich weniger Vitamine und Ballaststoffe als frisches Obst.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 02.06.2017
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung der Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK): Kinderlebensmittel – Nur unnötig oder sogar gesundheitsschädlich?
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