Brei, bitte!

Mit etwa einem halben Jahr bekommen Babys zusätzlich zur Milch den ersten Brei. Wann es dazu bereit ist, bestimmt das Kind selbst. Welche Anzeichen für den Breistart sprechen.

Frau füttert Baby mit Brei © iStock
(Bonn – 13.02.2017) Beikost sollte frühestens mit Beginn des fünften Monats und spätestens mit Beginn des siebten Monats eingeführt werden, empfiehlt das Netzwerk Gesund ins Leben. Wann genau es in diesem Zeitfenster mit Brei losgeht, hängt von der individuellen Entwicklung des Babys ab. Die Empfehlung gilt für alle Kinder – auch für Kinder mit erhöhtem Allergierisiko.

Zwischen fünftem und siebtem Monat ist die beste Zeit für den Start

Muttermilch deckt im Allgemeinen den Nährstoffbedarf in den ersten sechs Lebensmonaten. Manche Babys sind bereits früher reif für die Beikost. Das empfohlene Zeitfenster für die Einführung der Beikost – zwischen Beginn des fünften Lebensmonats und Beginn des siebten Lebensmonats – berücksichtigt den Nährstoffbedarf des Kindes, individuelle Unterschiede in der motorischen Entwicklung, Aspekte der sensorischen Akzeptanz und der Allergieprävention. In diesem Zeitraum mit Beikost anzufangen, ist sicher und hat keine gesundheitlichen Nachteile. Zu diesem Schluss kommt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) in einer wissenschaftlichen Stellungnahme. Vor dem fünften Lebensmonat sollte es nicht losgehen. Denn erst ab einem Alter von vier Monaten sind Nieren und Verdauungstrakt bei reif geborenen Säuglingen ausreichend entwickelt, um Beikost verdauen zu können. Auch nach Einführung der Beikost sollte weiter gestillt werden.

Das Baby bestimmt den richtigen Zeitpunkt

Es gibt nicht „den einen“ Starttermin, der für alle Babys optimal ist. Eltern sollten den Zeitpunkt für die Einführung der Beikost von den Signalen des Kindes abhängig machen, das heißt von seiner Essfähigkeit, seinem Gedeihen und seinem Interesse für Beikost. Diese Reifezeichen weisen auf einen günstigen Zeitpunkt für den Beikoststart hin:
  • Das Baby kann mit Hilfe aufrecht sitzen und den Kopf selbstständig halten,
  • interessiert sich dafür, was Eltern, Geschwister und andere Personen essen,
  • verlangt nach dem, was andere essen,
  • öffnet den Mund, wenn der Löffel kommt und
  • drückt den Brei nicht mehr mit der Zunge aus dem Mund.
Bei manchen Kindern entwickeln sich diese Fähigkeiten und Fertigkeiten früher, bei manchen erst später. Die meisten Kinder können mit fünf bis sechs Monaten Brei mit der Zunge transportieren. „Eltern brauchen nicht ständig auszutesten, ob ihr Kind bereits Brei möchte. Das Zeitfenster von rund 60 Tagen gibt ihnen die Möglichkeit, gelassen abzuwarten, bis ihr Kind von sich aus die Bereitschaft für feste Nahrung zeigt“, sagt Maria Flothkötter, Leiterin des Netzwerks Gesund ins Leben.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 13.02.2017
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung des Netzwerks Gesund ins Leben: Jetzt will ich Beikost!
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