Infektion mit RSV

Infiziert sich ein Kind mit RSV, ähneln die Symptome anfangs denen einer harmlosen Erkältung. Das Virus kann aber besonders für Säuglinge gefährlich werden.

Mädchen ist krank © iStock
(Köln – 30.01.2017) Hustet oder niest ein kleines Kind und leidet zudem unter einer laufenden Nase, kann sich dahinter eine harmlose Erkältung verbergen, aber auch eine RSV-Infektion. RSV ist die Abkürzung für das Respiratorische Synzytial-Virus oder auf Englisch respiratory syncytial virus. Die RSV-Infektion ist wesentlich gefährlicher als eine Erkältung und kann unter anderem zu einer Lungenentzündung führen.

Anzeichen für eine RSV-Infektion

„Entwickelt das Kind Fieber über 38 Grad Celsius, hat es Schwierigkeiten beim Atmen, ist sein Auswurf gelb, grün und gräulich gefärbt, sein Nasensekret dick und/oder weigert es sich zu essen oder verfärben sich sogar seine Lippen und Nägel bläulich, dann sind dies deutliche Warnzeichen, dass es sich um mehr als eine Erkältung handelt. Bei diesen Anzeichen oder wenn sich Eltern unsicher fühlen, sollten sie sich sofort an einen Arzt wenden“, sagt Dr. Hermann Josef Kahl vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Ein besonderes Risiko für Komplikationen haben Frühchen, Kinder mit angeborenen Herzfehlern oder Lungenerkrankungen oder Patienten mit einem geschwächten Immunsystem. Das Respiratorische Synzytial-Virus infiziert die Lunge und die Atemwege. Durch die Produktion von immer mehr Schleim versucht das Immunsystem, die Infektion abzuwehren. Dies erschwert gerade kleinen Kindern immer mehr das Atmen, bis sie zu keuchen beginnen.

Virus verbreitet sich über Tröpfcheninfektion

RS-Viren werden über Tröpfchen beim Niesen oder Husten auf andere Menschen übertragen oder landen auf Oberflächen (zum Beispiel von Spielzeug oder Türgriffen), um über die Hände eines anderen Kindes zu den Augen, zum Mund oder zur Nase zu gelangen – und von dort in den Körper einzudringen. Auch Erwachsene und ältere Kinder können sich infizieren. Doch bei ihnen bleibt es meist bei den Erkältungssymptomen. „Eltern sollten ihr Baby von Menschenansammlungen und Erkälteten fernhalten, sich regelmäßig mindestens 20 Sekunden lang gründlich die Hände waschen und in die Ellenbeugen husten und niesen“, so der Experte. RS-Viren kursieren vorwiegend in der kalten Jahreszeit. Für Risikopatienten wie Frühgeborene gibt es eine passive Immunisierung gegen diese Viren.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 30.01.2017
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (www.kinderaerzte-im-netz.de): RSV-Infektion ähnelt Erkältung, ist aber wesentlich gefährlicher für Babys
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung