Sport in der Stillzeit

Viele Frauen sind sich unsicher, ob sie in der Stillzeit Sport treiben dürfen. Ja, sie dürfen – und sollen es sogar. Was Stillende dabei beachten sollten.

Frau beim Sport © iStock
(Bonn – 20.12.2016) Bewegung nach der Geburt fördert das physische und psychische Wohlbefinden der Mutter. Sie bringt keine Nachteile – weder für die Muttermilch oder das Stillen, noch für das kindliche Wachstum. Deshalb wird stillenden Frauen empfohlen, körperlich aktiv zu sein und sich – je nach persönlicher Verfassung – mit moderater Intensität zu bewegen.

30 Minuten Bewegung an so vielen Tagen wie möglich

Ausreichend Bewegung ist als Teil eines gesunden Lebensstils in allen Lebensphasen wünschenswert. Körperliche Aktivität verbessert die Fitness von Herz, Kreislauf und Muskeln und schützt zum Beispiel vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Depressionen. Deshalb ist es empfehlenswert, bereits bald nach der Geburt wieder Bewegung in den Alltag zu bringen und sportlich aktiv zu sein. So sollen und dürfen stillende Frauen Sport treiben. Das Netzwerks Gesund ins Leben empfiehlt eine körperliche Aktivität von mindestens 30 Minuten an möglichst vielen Tagen der Woche. Dabei orientiert es sich an den allgemeinen Bewegungsempfehlungen für Erwachsene, die auch für Stillende herangezogen werden können. Moderate Bewegung bedeutet, dass die Frau leicht aus der Puste und ins Schwitzen kommt, sich aber noch unterhalten kann (sogenannter Talk-Test). Dazu zählt jede Art von Aktivität, die der Frau guttut. Bei moderater Aktivität steigt der Laktatwert in der Muttermilch nicht.

Bewegung gut in den Alltag integrierbar

Bewegung lässt sich gut in den Alltag mit Säugling integrieren, indem man Besorgungen zu Fuß erledigt oder regelmäßige Spaziergänge unternimmt. Im Allgemeinen sollten stillende Frauen sich hinsichtlich der Art (zum Beispiel Gymnastik oder Beckenbodentraining), Intensität, Häufigkeit und Dauer der körperlichen Aktivität von den persönlichen Vorlieben sowie der individuellen Verfassung leiten lassen. Eine ausgewogene und individuelle Balance von Ruhe und Aktivität zu finden, ist dabei maßgebend. Während der körperlichen Aktivität sollte die Stillende darauf achten, ausreichend Flüssigkeit und gegebenenfalls auch Kalorien zu sich zu nehmen und adäquate Sportbekleidung zu tragen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 20.12.2016
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung von gesund ins Leben – Netzwerk Junge Familie: Macht Sport die Muttermilch sauer? Neue Handlungsempfehlungen zur Bewegung von stillenden Frauen
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