Fisch gegen Neurodermitis

Wer sein Baby stillt, sollte zweimal pro Woche Meeresfisch essen. Denn so lässt sich beim Kind das Risiko für Neurodermitis reduzieren.

Gebratener Lachs © iStock
(Köln – 03.11.2016) Stillende Frauen sollten zweimal wöchentlich Meeresfisch essen, um das Neurodermitisrisiko ihres Kindes zu verringern. Eine der Fischmahlzeiten sollte dabei mit besonders fettreichem Fisch sein – zum Beispiel Hering, Makrele, Lachs und Sardinen. „Diese enthalten sehr viele Omega-3-Fettsäuren, die vorbeugend gegen allergische Erkrankungen wirken, wie in Studien nachgewiesen wurde. Diese Empfehlung wurde deshalb mittlerweile auch in der offiziellen Leitlinie für Allergieprävention aufgenommen“, erklärt Dr. Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Da größere Raubfische am Ende der Nahrungskette stehen und stärker mit Quecksilber belastet sein können, sollten stillende Mütter besser auf Hai, Thun- und Schwertfisch verzichten.

Durch Fisch für ausreichend Jod sorgen

Der Fischverzehr der Mutter kann auch die Jodversorgung des gestillten Babys über die Milch unterstützen. Schon eine geringe Unterversorgung mit Jod kann sich unter anderem negativ auf die Entwicklung des Kindes auswirken. „Um eine ausreichende Jodversorgung zu gewährleisten, sollten Frauen während der Stillzeit Jodsalz verwenden und Jodtabletten (100 Mikrogramm pro Tag) einnehmen. Wenn allerdings Schilddrüsenprobleme bekannt sind, ist eine vorherige ärztliche Beratung unerlässlich“, empfiehlt der Experte. Um nicht versehentlich zu viel Jod einzunehmen und unter Umständen eine Schilddrüsenüberfunktion zu bewirken, ist es sinnvoll, getrocknete Algen und Tangprodukte zu vermeiden, die sehr hohe Joddosen enthalten können.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 03.11.2016
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (www.kinderaerzte-im-netz.de): Stillende Mutter: Zweimal pro Woche Fisch verringert Neurodermitis-Risiko beim Baby
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