Bewegung im ersten Jahr

Bewegung ist wichtig für Babys. Sie fördert nicht nur die Motorik, sondern auch die kognitive, emotionale und psychosoziale Entwicklung.

Baby krabbelt © iStock
(Bonn – 17.10.2016) Bewegung fördert nicht nur die motorische Entwicklung eines Säuglings. Sie ist auch vorteilhaft für seine kognitive, emotionale und psychosoziale Entwicklung. Das Netzwerk Gesund ins Leben empfiehlt deshalb, körperliche Aktivität bereits im ersten Lebensjahr zu fördern – am besten indem der natürliche Bewegungsdrang von Säuglingen nicht eingeschränkt wird.

Bewegungsbedürfnis erkennen und fördern

Säuglinge bewegen sich gern und ganz aus eigenem Antrieb. So entdecken sie sich und ihre Umwelt und begünstigen gleichzeitig ihre Entwicklung. Eltern können sie darin unterstützen, indem sie das Bewegungsbedürfnis erkennen und fördern, schon bei Routinehandlungen wie dem Wickeln und Baden. Ist das Kind wach, ist die Bauchlage ein guter Ausgangspunkt zum Erkunden. Spezielle Workouts braucht das Baby nicht, aber im Alltag viele Gelegenheiten zum Strampeln, Robben, Rollen, Rutschen oder Krabbeln. Das unmittelbare Umfeld sollte dabei sicher und bewegungsanregend gestaltet werden und – drinnen wie draußen – viel Raum zum freien und selbstständigen Ausprobieren geben. So kann das Baby Bewegungsabläufe im eigenen Tempo erlernen.

Bildschirmmedien fördern Inaktivität

„Ganz entscheidend ist es, die Freude an der Bewegung zu erhalten und den natürlichen Bewegungsdrang nicht zu bremsen. Deshalb sollten zum Beispiel Autositze nur beim Autofahren genutzt werden. Nach dem Stillsitzen müssen sich Kinder dann wieder bewegen dürfen“, so Prof. Christine Graf, Sportmedizinerin im Netzwerk Gesund ins Leben. Aus dem gleichen Grund sollen Säuglinge auch nicht vor Bildschirmmedien gesetzt werden – sie fördern Inaktivität und gleichzeitig überfordern sie die Kinder im ersten Lebensjahr.

Richtiges Verhältnis von Aktivität und Ruhe ist wichtig

Wer sich jeden Tag mit großen Schritten entwickelt, braucht auch Ruhe. Deshalb sollten Eltern auf einen ausgewogenen Schlaf-Wach-Rhythmus ihres Kindes achten und diesen durch Rituale unterstützen. Ausreichende Schlaf- und Ruhephasen helfen dem Säugling bei der Verarbeitung von Informationen und der Gehirnentwicklung. Ein angemessenes Verhältnis von Aktivität und Ruhe ist deshalb entscheidend für eine gesunde Entwicklung.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 17.10.2016
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: aid infodienst: Babys wollen Bewegung
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