Schmerzhafte Bläschen

Bläschen an Händen, Füßen und im Mund: Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit betrifft vor allem Kinder. Was bei der Erkrankung zu beachten ist.

Ärztin untersucht den Mund einer Ärztin © Thinkstock
(Köln – 25.08.2016) Seit 2012 haben die Fälle von Hand-Mund-Fuß-Krankheit in Deutschland deutlich zugenommen. Die Viruskrankheit ist sehr ansteckend und tritt besonders in den Sommer- und Herbstmonaten auf. Betroffen sind vor allem Kinder im Kindergartenalter. Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit äußert sich durch Bläschen an den Handinnenflächen, auf den Fußsohlen (aber auch Beinen), um den Mund herum und auf der Schleimhaut von Zunge, Gaumen und Wangen. Gerade hier platzen die Bläschen schnell und bilden kleine Geschwürchen, die sehr schmerzhaft sind. Bei Kindern unter fünf Jahren ist die Erkrankung eine der häufigsten Ursache für Bläschen im Mund.

Eis kann die Beschwerden lindern

„Zunge, Zahnfleisch und die Mundschleimhaut sind durch die kleinen Geschwüre sehr empfindlich. Es sollte alles an Nahrung vermieden werden, was heiß, hart oder scharf gewürzt ist. Eis kann die Beschwerden lindern. Zudem sollten die kleinen Patienten viel trinken –Tee oder Mineralwasser“, rät Dr. Ulrich Fegeler vom Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Auslöser dieser in der Regel harmlosen Erkrankung sind sogenannte Enteroviren (hauptsächlich Coxsackie-, seltener ECHO-Viren), wobei es im europäischen Raum innerhalb der Coxsackieviren zu einer Umschichtung des Haupterregers zu kommen scheint. Die Viren werden durch Tröpfcheninfektion (Bläscheninhalt, Speichel) oder Schmierinfektion – vor allem über die Hände – übertragen. Aber auch über Badegewässer ist eine Ansteckung möglich.

Bei einer Erkrankung keine Gemeinschaftseinrichtungen besuchen

Der Ausschlag bildet sich in der Regel zwei bis fünf Tage nach der Ansteckung. Ihm können Fieber und Halsschmerzen vorausgehen. Nach acht bis zwölf Tagen ist die Krankheit meist durchgestanden – allerdings können noch längere Zeit Viren über den Stuhl ausgeschieden werden. „Um andere Krankheiten auszuschließen, sollten Eltern den Kinder- und Jugendarzt aufsuchen. Hat dieser eine Hand-Mund-Fuß-Krankheit festgestellt, sollte das Kind wegen der Ansteckungsgefahr keine Gemeinschaftseinrichtung besuchen, bis es wieder gesund ist beziehungsweise der Ausschlag austrocknet ist. Regelmäßiges Händewaschen ist zur Vorbeugung und auch zur Vermeidung von weiteren Ansteckungen sehr wichtig“, so Dr. Fegeler.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 25.08.2016
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (www.kinderaerzte-im-netz.de): Hand-Mund-Fuß-Krankheit: Eis essen lindert die Schmerzen im Mund
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