Trinktipps für Kleinkinder

Sobald Kinder feste Nahrung zu sich nehmen, sollten sie auch zu jeder Mahlzeit etwas trinken. Was Eltern dabei beachten sollten.

Mädchen trinkt Wasser © Thinkstock
(Bonn – 07.07.2016) Gegen Ende des ersten Lebensjahres bekommen Kinder immer häufiger das gleiche Essen wie der Rest der Familie. Die Muttermilch oder Säuglingsmilch fällt nach und nach weg und festes Essen und Getränke ersetzen den Brei. Kleinkinder sollten nun zu jeder Mahlzeit und auch zwischendurch Wasser aus Glas, Tasse oder offenem Becher trinken. Früchte-, Kräuter- oder Roibuschtee – ohne Zucker, Honig oder andere Süßungsmittel – sind weitere gute Durstlöscher. Ein einfaches Maß für die Praxis sind sechs kleine Gläser pro Tag.

Das Trinken lernen

Genauso wie das Essen können Kleinkinder auch das Trinken lernen. „Eltern helfen ihrem Kind, sich ans Trinken zu gewöhnen, wenn sie ihnen zu jeder Mahlzeit und zwischendurch Wasser anbieten“, sagt Maria Flothkötter vom Netzwerk Gesund ins Leben. Im Rahmen der optimierten Mischkost des Forschungsinstituts für Kinderernährung sind 600 bis 700 Milliliter Getränke pro Tag vorgesehen. Der Bedarf stiegt, wenn Kinder stark herumtoben oder wenn draußen oder im Raum hohe Temperaturen herrschen. Im Durchschnitt trinken Kleinkinder jedoch nur etwa 60 Prozent der empfohlenen Menge.

Am besten Wasser oder ungesüßte Tees

Wasser ist die erste Wahl bei den Getränken – zusammen mit anderen ungesüßten und zuckerfreien Getränken wie Früchte-, Kräuter- oder Roibuschtee. Sie löschen den Durst ganz ohne Zucker und Kalorien. Getränke wie Limonade, Fruchtsaft, Fruchtsaftgetränke, Brausen oder Eistee, die Energie liefern, begünstigen eine erhöhte Energiezufuhr und erhöhen so das Risiko für Übergewicht. Kinder, die große Mengen an zuckerhaltigen Getränken trinken, sind möglicherweise schlechter mit Mikronährstoffen versorgt. Zudem erhöhen zuckerhaltige Getränke das Risiko für Karies. Das gilt auch für die Säuren in Getränken wie Limonaden und Säften – diese können zusätzlich den Zahnschmelz schädigen.

In einem Glas Apfelsaft (150 Milliliter) stecken von Natur aus 15 Gramm Zucker. Diese Menge entspricht fünf Stück Würfelzucker. Ähnlich sind die Werte bei Orangensaft, Limonade oder Eistee. Das ist vielen Eltern nicht bewusst. Fruchtsäfte wie Apfel-, Birnen- oder Traubensaft enthalten zudem reichlich Fruchtzucker (Fructose). Wenn Kinder viel Saft oder andere Getränke mit hohem Fruchtzuckergehalt trinken, können sie darauf mit Bauchschmerzen und Durchfall reagieren.

Ungeeignet für Kleinkinder sind Getränke mit Alkohol oder Koffein wie Cola, Kaffee, Grün- und Schwarztee, Energiegetränke und manche Eistees.

Von süßen Getränken entwöhnen

Falls sich ein Kind bereits an einen süßen Geschmack beim Trinken gewöhnt hat, können Eltern das süße Getränk mit immer mehr Wasser verdünnen. Damit gewöhnen sie ihr Kind Schritt für Schritt um. Es wird nach und nach die Erfahrung machen, dass Wasser den Durst besser löscht als süße Getränke.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 07.07.2016
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung des Netzwerks Gesund ins Leben: Trinktipps für Kleinkinder
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung