Nierenkranke Kinder

Einige Nierenerkrankungen entwickeln sich bereits im Kindesalter. Deshalb ist es wichtig, bereits früh mit vorbeugenden Maßnahmen zu beginnen.

Ultraschall der Nieren © Thinkstock
(Berlin – 10.03.2016) Heute ist Weltnierentag: Ziel des weltweiten Aktionstags ist es, die Prävention von Nierenerkrankungen in den öffentlichen Fokus zu rücken. Gerade bei erblichen Nierenerkrankungen, die sich bereits im Kindesalter entwickeln, sollte rechtzeitig mit vorbeugenden Maßnahmen zum Erhalt der Nierenfunktion begonnen werden. Nur so ist es möglich, eine Dialysepflichtigkeit möglichst lange, manchmal sogar bis ins hohe Alter hinauszuschieben.  

Der Verlust der Nierenfunktion ist bei über zehn Prozent der dialysepflichtigen erwachsenen Patienten auf eine Erbkrankheit (beispielsweise „Zystennieren“), auf eine seit der Geburt bestehende Nierenfehlbildung oder auf eine seit früher Kindheit bestehende Nierenkrankheit zurückzuführen. Bei diesen Patienten zeigt sich häufig bereits in früher Kindheit eine leichtgradige Einschränkung der Nierenfunktion, die sich dann im Verlauf der Jahre verschlimmert und letztlich dazu führt, dass die Betroffenen auf eine Nierenersatztherapie – also Dialyse oder Nierentransplantation – angewiesen sind.

Warnzeichen: Blutkörperchen oder hohe Eiweißmengen im Urin

Durch Präventionsmaßnahmen ist es möglich, den Krankheitsprozess zu verlangsamen. „Es ist daher wichtig, dass Kinder und Jugendliche, die mit einer leichtgradigen Nierenfunktionseinschränkung bei den routinemäßigen Gesundheitsuntersuchungen auffallen, zur weiteren Abklärung zu einem Kindernephrologen überwiesen werden. Der kann dann die genaue Diagnose stellen und eine Therapie einleiten“, erklärt Prof. Peter Hoyer, Kindernephrologe an der Universitätsklinik Essen und Präsident der Gesellschaft für Pädiatrische Nephrologie (GPN). „Erste Warnzeichen solcher Nierenkrankheiten sind Blutkörperchen oder hohe Eiweißmengen im Urin, beides kann der Kinderarzt mit einem einfachen Urintest erkennen.“

Die Gefäße schützen

Ein wichtiger Baustein, um die Abnahme der Nierenfunktion im Zuge solcher Erkrankungen zu verlangsamen, ist die Gabe von ACE-Hemmern, also blutdrucksenkenden Medikamenten. Sie haben zusätzlich eine nierenschützende Wirkung. „Menschen mit vorgeschädigten Nieren sollten alles daran setzen, um die Gefäße zu schützen, denn die Nierenkörperchen, die den Urin filtern, sind nichts anderes als zahlreiche feinste Gefäßknäule. Zum Gefäßschutz gehören zum einen die Blutdrucknormalisierung sowie bei Diabetes mellitus eine Blutzuckersenkung auf Zielwerte. Außerdem sollten Nierengifte wie Schmerzmittel nach Möglichkeit ganz vermieden werden. Darüber hinaus sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden“, so Hoyer. „Nicht zuletzt spielt auch die Nikotinabstinenz eine wichtige Rolle.“
Autoren und Quellen Aktualisiert: 10.03.2016
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie: Weltnierentag am 10. März: Viele Nierenerkrankungen manifestieren sich bereits im Kindesalter
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung
  • afgis-Qualitätslogo mit Ablauf 2015/11: Mit einem Klick auf das Logo öffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen über vitapublic GmbH und sein/ihr Internet-Angebot: www.vitanet.de
  • Logo der Health On the Net Stiftung. das Gesundheitsportal vitanet.de ist von der Health On the Net Stiftung (HON) akkrediert. Zur Prüfung klicken Sie hier.
  • Logo der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW)
  • Logo der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung e.v. (AGOF)