Schnupfen und Ohrenschmerz

Klagt ein Kind mit Schnupfen über Ohrenschmerzen, sollten Eltern die Ursache abklären lassen. Es könnte eine Mittelohrentzündung dahinterstecken.

Mittelohrentzündung Mädchen im Park © Thinkstock
(Neumünster –02.03.2016) Wenn verschnupfte Kinder zusätzlich Ohrenschmerzen und ein Druckgefühl im Ohr haben, sollte diese Beschwerden unbedingt ein Arzt abklären. „Denn häufig tritt eine akute Mittelohrentzündung im Zuge einer Erkältung auf. Über die Ohrtrompete, die den Nasen-Rachen-Raum und das Mittelohr verbindet, steigen die Keime von der Nase auf, vermehren sich und lösen eine schmerzhafte Entzündungsreaktion in der mittleren Ohrpartie aus. Die stechenden oder pulsierenden Schmerzen setzen oft plötzlich ein – in vielen Fällen erst abends oder nachts“, erklärt Dr. Ellen Lundershausen vom Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte.

Bei kleinen Kindern ist die Ohrtrompete weiter und kürzer als bei Erwachsenen und somit anfälliger für Infektionen. Mittelohrentzündungen sind daher eine der häufigsten Infektionskrankheiten im Säuglings- und Kleinkindalter. Aber auch bei Schulkindern und Erwachsenen treten sie noch oft auf und verursachen meist starke Schmerzen.

Mittelohrentzündung sollte schnell behandelt werden

„Da eine Mittelohrentzündung nicht nur schmerzhaft ist, sondern bei einer Ausbreitung der Infektion auch gefährliche Auswirkungen haben kann, sollte sie zeitnah vom HNO-Arzt behandelt werden. Er kann auch die Ursache der Mittelohrentzündung klären und entscheiden, ob die Gabe eines Antibiotikums notwendig ist“, so die Expertin. „Wichtig ist, dass erkältete Patienten viel trinken, um die Schleimhäute feucht zu halten und damit ihr Abwehrsystem zu stärken. Zudem ist oft der vorübergehende Einsatz von abschwellenden Nasenspray ratsam.“

Risikofaktoren für eine Mittelohrentzündung

Tritt eine Mittelohrentzündung wiederholt auf, können verschiedene Gründe dahinterstecken. „Zum Beispiel weisen viele betroffene Kinder eine vergrößerte Rachenmandel und Flüssigkeit im Innenohr auf oder aber die Patienten gehören zu den Allergikern oder besitzen ein geschwächtes Immunsystem. Dies alles sind Risikofaktoren für eine wiederkehrende Mittelohrentzündung, deren Auslöser dringend untersucht und behandelt werden muss. Auch das Leben in einem Raucherhaushalt und häufiges Benutzen eines Schnullers können die Entwicklung einer Ohrinfektion begünstigen“, erläutert Dr. Lundershausen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 02.03.2016
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung des Berufsverbands der Hals-Nasen-Ohrenärzte (www.hno-aerzte-im-netz.de): Schnupfen: Begleitende Ohrenschmerzen abklären lassen
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