Warzen – was tun?

Kinder bekommen häufiger Warzen als Erwachsene. Verursacht werden die Hauterscheinungen durch Viren. Was bei einer Infektion zu tun ist.

Mädchen zeigt seine Hände © Thinkstock
(Köln – 08.10.2015) Hinter Warzen steckt eine Infektion mit Viren. Kinder sind öfter von diesen Hauterscheinungen betroffen als Erwachsene – insbesondere an Füßen und Händen oder Kopf und Nacken. Sie stecken sich vorwiegend bei Familienangehörigen und Klassenkameraden an. „Um zu vermeiden, dass sich das Virus auch auf anderen Körperstellen ausbreiten kann, sollten Kinder besser nicht an Warzen zupfen, reiben oder kratzen“, rät Dr. Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Warzenviren bevorzugen warme und feuchte Körperstellen

Grundsätzlich können sich Warzen überall bilden. Die Warzenviren bevorzugen besonders warme, feuchte Orte und dringen über oberflächliche Verletzungen – meist kleine Schnitte oder Kratzer – tiefer in die Haut ein. Kinder, die ihre Fingernägel kauen oder an losen Hautfetzen zupfen, sind deshalb besonders anfällig, aber auch eine „aufgeweichte“ Haut – zum Beispiel nach Schwimmbadbesuchen – bietet den Warzenviren weniger Widerstand. Erreger dringen leichter in die Haut ein. In der Regel verursachen die Hauterscheinungen keine Schmerzen. Wenn sie sich jedoch an den Fußsohlen oder einem anderen Teil des Körpers befinden, auf den regelmäßig Druck ausgeübt wird, können sie unangenehm werden.

Dellwarzen sind bei Kindern besonders ansteckend

Hat ein Kind Warzen, dann sollte es nur eigene Handtücher verwenden und vermeiden, jemanden mit einer Warze zu berühren. Besonders die sogenannten Dellwarzen sind bei Kindern sehr ansteckend. Die Kinder kratzen Bläschen, die sich dabei entwickeln, häufig auf – und transportieren das darin enthaltene hoch ansteckende Sekret über die Finger an andere Körperstellen. Der direkte Kontakt mit einer Warze bedeutet aber noch nicht, dass sich auch eine Warze entwickelt. Dennoch können sich Familienmitglieder durch das enge Zusammenleben leicht gegenseitig mit den Viren anstecken – zum Beispiel über Oberflächen, die eine Person mit einer Warze berührt hat, wie eine Badematte oder der Boden in der Dusche.

Bei Warzen an den Füßen sollten Kinder deshalb auch zu Hause nicht barfuß laufen. Vorbeugend ist es auch ratsam, Badeschuhe in öffentlichen Duschen, Umkleideräumen und in öffentlichen Schwimmbädern zu tragen. Meist vergehen Warzen von alleine, dies kann jedoch Jahre dauern. „Eltern sollten sich von ihrem Kinder- und Jugendarzt beraten lassen, wenn sie eine Warze entfernen wollen. Ein Praxisbesuch sollte in jedem Fall erfolgen, wenn sich eine Warze im Gesicht, auf den Genitalien oder am After befindet. Auch wenn die Warze beziehungsweise deren Umgebung schmerzhaft ist, sich rot färbt, blutet, geschwollen ist oder sogar nässt und eitert, empfiehlt sich eine ärztliche Untersuchung,“ so der Experte.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 08.10.2015
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (www.kinderaerzte-im-netz.de): Warzen: Nicht zupfen, reiben oder kratzen
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