Eincremen, bitte!

Kinder finden Eincremen meist gar nicht toll. Vor allem bei kleinen Neurodermitis-Patienten muss es jedoch sein. Tipps, wie das Eincremen klappt.

Mutter und Tochter cremen sich ein © Thinkstock
(Bonn – 03.09.2015) Wer an Neurodermitis leidet, sollte sich morgens und abends von Kopf bis Fuß eincremen. Diese Basispflege ist wichtig, um die Haut mit fehlenden Fett- und Feuchtigkeitsspendern zu versorgen und so besser gegen ekzemauslösende Reize zu wappnen. Für Familien mit Kindern und straffem Zeitplan wird diese tägliche Routine allerdings leicht zur Zerreißprobe. Wir haben ein paar Tipps für Sie, wie es mit dem Eincremen besser klappt.

Tipp 1: Creme sollte schnell einziehen und nicht brennen

Die wichtigste Voraussetzung dafür, dass Kinder die tägliche Basispflege akzeptieren, ist ein angenehmes Hautgefühl. Die Lotion sollte daher nicht nur alle Hautbausteine enthalten, die bei Neurodermitis anlagebedingt fehlen, sie sollte sich auch leicht verteilen lassen, schnell einziehen und auf der empfindlichen Haut nicht brennen.

Tipp 2: Zeit für das Eincremen bewusst einplanen

Den ganzen Körper zweimal am Tag sorgfältig einzucremen erfordert Zeit. Vor allem morgens, wenn Kindergarten, Schule und Arbeit rufen, ist es nicht leicht, die nötige Ruhe dafür aufzubringen. Damit die Basispflege nicht in Stress ausartet, sollten Eltern die Zeit dafür bewusst einplanen und lieber eine Viertelstunde früher aufstehen. Wichtig ist es vor allem, mit einer positiven Einstellung ans Cremen zu gehen, denn das überträgt sich auch aufs Kind.

Tipp 3: Beim Cremen massieren

Wer das Eincremen mit einer Massage verbindet, schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: Die Haut wird sorgfältig gepflegt, gleichzeitig entspannt die Massage und fördert die Bindung zwischen Eltern und Kind.

Tipp 4: Creme in den Kühlschrank

Das Schlimmste an Neurodermitis ist für die meisten Betroffenen das Jucken. Besonders im Sommer ist es daher eine gute Idee, die Pflegelotion im Kühlschrank aufzubewahren, denn die kühle Creme stillt den Juckreiz.

Tipp 5: Zeit zum Erzählen nutzen

Kinder lieben Geschichten. Warum nicht das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und die Zeit im Bad fürs Erzählen nutzen? Als Auftakt für eine kleine Geschichte kann ein mit Lotion auf die Haut gemaltes Gesicht, ein Buchstabe oder ein Tier dienen.

Tipp 6: Mehr Spaß mit Musik

Ältere Kinder und Teenager sind meist gleich besser gelaunt, wenn sie ihre Lieblingslieder hören. Lautes Mitsingen im Bad während des Eincremens sollte deshalb unbedingt erlaubt sein.

Tipp 7: Geschwister einbinden

Geschwister sind mitunter eifersüchtig, wenn Mama oder Papa so viel Zeit mit dem Bruder oder der Schwester verbringen. Um Streitereien zu unterbinden, ist es manchmal einfacher, Geschwister gleich mit einzucremen. Eine kindgerechte Bodylotion fürs Geschwisterkind sollte daher am besten immer bereitstehen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 03.09.2015
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung der Deutschen Haut- und Allergiehilfe: Neurodermitis – 7 Tipps für kleine Eincreme-Muffel
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