Hauterscheinungen beim Kind

Schon bei Säuglingen können viele Hauterscheinungen auftreten. In der Regel sind sie harmlos – dennoch sollten Eltern sie beobachten.

Mutter streichelt Baby am Bauch © Thinkstock
(Köln – 24.07.2015) Hauterscheinungen zeigen sich häufig schon im Säuglingsalter. In den meisten Fällen sind sie harmlos und verschwinden mit der Zeit oft von selbst wieder. „Manche Geburtsmale – vor allem im Gesicht – benötigen aber eine Behandlung, weil sie das Kind später als störend beziehungsweise unschön empfinden kann. Andere wiederum wachsen sehr schnell oder können zu medizinischen Problemen führen. In seltenen Fällen können diese Hautveränderungen auch Anzeichen für eine Krankheit sein. Bemerken Eltern solche Flecken, sollten sie mit ihrem Kinder- und Jugendarzt sprechen und die Male eventuell beobachten“, rät Dr. Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Storchenbiss, Feuermal und Blutschwämmchen

Der sogenannte Storchenbiss – ein roter Fleck im Niveau der Haut – tritt vor allem im Nacken, gelegentlich auch im Gesicht, auf Stirn und Nase des Babys auf und verblasst meist innerhalb eines Jahres. Ursache dafür sind erweiterte Blutkapillaren. Der Storchenbiss intensiviert sich bei Wärme.

Der „große Bruder“ des Storchenbisses sind die Feuermale, die entweder schon bei der Geburt vorhanden sind oder sich erst später entwickeln. Auch bei ihnen sind die Blutkapillaren erweitert, meist aber auch vermehrt. Feuermale verschwinden nicht. Besonders häufig treten sie im Gesicht und auf der Stirn auf und dunkeln im Alter nach – deshalb werden sie im Englischen „Portwein-Flecken“ genannt.

Blutschwämmchen (Hämangiome) sind dunkelrot, aber sie bilden durch Wucherungen von Blutgefäßen geschwulstartige Erhebungen auf der Haut. Sie können oft erst Wochen nach der Geburt entstehen und verschwinden in vielen Fällen – allerdings über die ersten Lebensjahre hinziehend – von alleine. An besonders empfindlichen Körperstellen wie Augen, Nase, Mund kann eine Behandlung notwendig sein“, so der Experte.

Muttermale nehmen im Laufe des Lebens zu

Muttermale, meist bräunliche Knötchen auf der Haut, entstehen schon in den ersten Lebenswochen und nehmen zahlenmäßig im Lauf des Lebens zu. Bösartige Veränderungen sind in der Kindheit sehr selten. „Besonders viele oder besonders große Muttermale können jedoch das Risiko für Hautkrebs erhöhen. Auch hier empfiehlt sich das Beobachten“, sagt Fegeler.

Milchkaffeefarbene größere, meist ovale Male – sogenannte Café-au-lait-Flecken – sind ungefährlich. „Aber eine Häufung dieser Pigmentflecke ist möglicherweise ein Hinweis für eine genetisch bedingte Erkrankung, eine Neurofibromatose Typ 1 beziehungsweise Morbus Recklinghausen“, so der Kinder- und Jugendarzt. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen können Komplikationen bei dieser Krankheit vorbeugen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 24.07.2015
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (www.kinderaerzte –im-netz.de): Hautauffälligkeiten: Kinder- und Jugendarzt informieren und beobachten
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