Wunder Po

Babys Po ist eine sensible Zone. Wie Sie einer Windeldermatitis bei Ihrem Kind vorbeugen können und was hilft, wenn es doch passiert ist.

Lachendes Baby mit Windel © Thinkstock
(Köln – 29.06.2015) Wenn ein Baby besonders häufig Stuhlgang oder Durchfall hat, hilft das Eincremen des Pos mit einer zink- oder dexpanthenolhaltigen Salbe, um Wundwerden beziehungsweise einer sogenannten Windeldermatitis vorzubeugen. Auch Babys, die vorwiegend flüssige Nahrung zu sich nehmen, neigen vermehrt zu Hautirritationen am Po.

Salbe dient als Schutzbarriere

„Die Salbe dient als Schutzbarriere gegen ein feuchtes Klima in der Windel. Manchmal sind auch neue Produkte wie Lotionen, Windeln oder Reinigungstücher für gereizte Haut verantwortlich“, erklärt Dr. Monika Niehaus vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Die Windeln sollten Eltern oft wechseln (mindestens alle zwei bis drei Stunden) – insbesondere nach der Stuhlentleerung. Besonders wichtig ist es, die Haut nach dem Reinigen vorsichtig und gründlich zu trocknen. Reinigungstücher mit Duft oder Alkohol sollten Eltern besser meiden. Geeignet sind ein feuchter Waschlappen oder ph-neutrale Feuchttücher. Doch auch wenn die Tücher als „sensitiv“ bezeichnet werden, kann die Babyhaut darauf reagieren.

Was hilft, wenn der Po schon wund ist

Ist der Po bereits wund, sollten Eltern die betroffene Region so oft wie möglich an die Luft lassen. Sitzbäder mit Kamille oder Gerbstoffen lindern die Beschwerden. Die nässenden Hautstellen können auch mit Schwarzteebeuteln betupft werden. „Wenn der Ausschlag unter einer solchen Behandlung nicht nach etwa drei Tagen verschwindet, sollten Eltern mit ihrem Kind den Arzt aufsuchen. In besonders hartnäckigen Fällen kann eventuell eine Kortisonsalbe erforderlich sein. Wenn eine Pilzinfektion – sogenannter Windelsoor – hinzugekommen ist, muss diese mit entsprechenden Salben behandelt werden. In seltenen Fällen kann sich der Windelbereich auch mit Bakterien wie Streptokokken infizieren, die Antibiotika bekämpfen können“, so die Kinder- und Jugendärztin. Sowohl Bakterien als auch Pilze können über Kot und Urin ausgeschieden werden, sich an den wunden Hautstellen ansiedeln und eine Infektion auslösen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 29.06.2015
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (www.kinderaerzte-im-netz.de): Windeldermatitis mit zinkhaltiger Salbe vorbeugen
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