Aufstoßen meist normal

Wenn Babys nach dem Milchtrinken aufstoßen müssen, ist das meistens normal. Es gibt jedoch Fälle, in denen Sie mit Ihrem Kind zum Arzt gehen sollten.

Mutter hält Baby © Thinkstock
(Köln – 04.05.2015) Die meisten Babys erbrechen mehr oder weniger oft beim und nach dem Füttern. In den meisten Fällen ist dies aber kein Grund zur Besorgnis. „Kleine Kinder haben noch einen kleinen Magen und können nur kleine Mengen aufnehmen. Auch der Schließmuskel der Speiseröhre, der Ösophagussphinkter, ist noch nicht vollständig ausgebildet, sodass die Milch wieder zurückfließen kann“, erklärt Dr. Monika Niehaus vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Pausen verringern das Aufstoßen

Mit etwa einem halben Jahr nimmt das Spucken ab und sollte bis zum Alter von zwölf bis 15 Monaten ganz verschwinden. Dann sind die Muskeln, die den Magen abdichten, auch besser entwickelt. „Beim Füttern sollten Eltern nach etwa 28 Gramm oder nach fünf bis zehn Minuten eine Pause machen. Halten sie das Baby nach dem Essen ein paar Minuten aufrecht, kann es das Aufstoßen ebenso etwas verringern“, rät die Expertin.

Wann Sie mit Ihrem Baby zum Arzt gehen sollten

Wenn das Baby aber schwallartig erbricht, es nicht an Gewicht zunimmt, ständig weint und sich nicht trösten lässt, lethargisch wirkt oder wenig Urin ausscheidet, ist das ein Grund, umgehend mit dem Baby zum Arzt zu gehen. Enthält das Erbrochene grüne Galle oder Blut, so kann dies ebenfalls ein Anzeichen für eine ernstere Erkrankung sein, die abgeklärt werden muss.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 04.05.2015
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (www.kinderaerzte-im-netz.de): Säugling: Aufstoßen von getrunkener Milch ist in den meisten Fällen normal
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