Bauchschmerzen beim Kind

Bauchschmerzen sind meist harmlos und vergehen schnell wieder. Doch es kann auch etwas Ernstes sein. Wann Eltern mit ihrem Kind zum Arzt gehen sollten.

Untersuchung bei einem Kleinkind © Thinkstock
(Bonn – 01.04.2015) Die meisten Bauchschmerzen gehen bei Kindern schnell wieder vorüber. Doch wenn die Schmerzen, Verstopfung und Durchfall anhalten oder sich sogar verschlimmern, sollten Eltern mit ihrem Kind zum Arzt gehen. „Alarmzeichen für etwas Ernsthaftes sind Veränderungen der Bauchdecke wie Rötung oder Vorwölbung, eine blasse Gesichtsfarbe, Erbrechen und Fieber. Eine Blinddarmentzündung, ein Darmverschluss, ein Leistenbruch oder eine Hodenverdrehung gehören zu den Ereignissen, die unverzüglich behandelt werden müssen“, sagt Prof. Hans‐Jürgen Nentwich vom Berufsverband der Kinder‐ und Jugendärzte (BVKJ).

So äußern sich Blinddarmentzündung, Darmverschluss und Leistenbruch

Eine Blinddarmentzündung äußert sich häufig in einem über Stunden zunehmenden Dauerschmerz, der sich mit der Zeit in den rechten Unterbauch verlagert. Zudem hat das Kind Fieber. Gefährlich ist auch ein Darmverschluss, der mit heftigem Erbrechen und einer harten Bauchdecke einhergeht, die sich schwer eindrücken lässt. Beim Leistenbruch können Eltern eine Vorwölbung in der Leistengegend erkennen, die etwa haselnussgroß oder größer ist. Sie enthält ein Stück Darm, das abgeklemmt werden kann. „Eine druckschmerzhafte Rötung und Schwellung des Hodens weist auf eine Hodentorsion, also eine Verdrehung des Hodens hin. Ohne umgehende ärztliche Versorgung kann Gewebe absterben. Das kann unter Umständen zu einer Zeugungsunfähigkeit führen“, warnt der Experte.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 24.03.2015
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte: Schmerzen in der Bauchregion: Wann sollten Eltern unverzüglich zum Kinder- und Jugendarzt?
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