Entzündete Hirnhaut

Bei einer Hirnhautentzündung können die Symptome abhängig vom Alter eines Kindes stark variieren. Welche Anzeichen für eine Meningitis sprechen.

Krankes Kind mit Mutter © Thinkstock
(Köln – 09.03.2015) Eine Hirnhautentzündung kann sich bei kleinen Kindern anders bemerkbar machen als bei Schulkindern. Säuglinge zeigen häufig unspezifische Symptome wie Fieber, Erbrechen oder auch Krampfanfälle. Eine vorgewölbte Fontanelle, Berührungsempfindlichkeit oder Nahrungsverweigerung können ebenfalls Anzeichen für eine Meningitis sein.

Erst bei Kindern ab etwa fünf Jahren lassen sich häufiger typische Anzeichen wie schmerzhafte Genickstarre, Körpersteife, Kopfschmerzen, Schüttelfrost und Lichtscheu beobachten. „Ein Alarmzeichen bei einer Meningitis sind Hautverfärbungen wie kleine stecknadelgroße dunkelrote, blaue oder auch bräunliche Flecken, die sich mit dem Rand eines durchsichtigen Trinkglases nicht wegdrücken lassen. Besteht ein Verdacht, sollten Sie sofort einen Notarzt rufen. Denn eine Hirnhautentzündung kann innerhalb kürzester Zeit lebensbedrohlich werden“, sagt Prof. Hans-Jürgen Nentwich vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte.

Auslöser können Viren oder Bakterien sein

Eine Meningitis kann durch Viren oder Bakterien ausgelöst werden. Die bakterielle Meningitis ist im Krankheitsverlauf meist schwerer. Meningokokken gehören zu den gefährlichen bakteriellen Auslösern. Die Mehrzahl der Erkrankungen wird in Deutschland durch die Erreger der Serogruppe B (etwa 65 bis 70 Prozent) verursacht, gefolgt von Meningokokken der Serogruppe C (zirka 20 bis 25 Prozent). Besonders häufig sind kleine Kinder davon betroffen, aber auch Jugendliche. Im Winter und Frühjahr werden in der Regel die meisten Infektionen gemeldet.

Zu den gefürchteten Folgen einer Hirnhautentzündung gehören bleibende Bewegungsstörungen, Hör- oder Gehirnschäden. Deshalb muss ein betroffenes Kind rasch behandelt werden – unter anderem mit Antibiotika. „Impfungen gegen Pneumokokken, Haemophilus influenzae Typ b (Hib) und Meningokokken C und B schützen vor Hirnhautentzündungen. Da Patienten schon vor Eintreten der ersten Krankheitszeichen ansteckend sein können, ist dies die beste Prävention – neben sorgfältiger Hygiene“, so Nentwich. Bis auf die Meningokokken-B-Impfung werden alle Impfungen von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen und von den Krankenkassen erstattet.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 09.03.2015
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (www.kinderaerzte-im-netz.de): Hirnhautentzündung: Krankheitszeichen können altersabhängig variieren
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