Wenn Wachsen schmerzt

Manche Kinder leiden nachts unter sogenannten Wachstumsschmerzen. Wie sie sich äußern, was sie lindert und wann eine Krankheit dahinterstecken könnte.

Kind liegt im Bett und hat Schmerzen © Thinkstock
(Köln – 10.11.2014) Viele Kinder in der Wachstumsphase werden irgendwann einmal von ihnen geplagt: Wachstumsschmerzen. Sie treten vor allem in den Beinen auf und können von wenigen Minuten bis hin zu mehreren Stunden dauern. „Typisch für Wachstumsschmerzen ist es, dass sie abends oder nachts auftreten. Morgens sind sie meist überstanden. Auch sportliche Betätigungen sollten dadurch nicht eingeschränkt sein“, sagt Prof. Hans-Jürgen Nentwich vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Über Ursachen gibt es verschiedene Theorien

Vor allem Kinder zwischen drei und fünf Jahren beziehungsweise zwischen acht und zwölf Jahren sind von Wachstumsschmerzen betroffen. Über die Ursachen der Schmerzen gibt es verschiedene Theorien: Sie könnten möglicherweise mit dem Körperwachstum, mit Belastungen tagsüber oder mit der Entwicklung des Nervensystems, der Schmerzverarbeitung oder auch mit hormonellen Einflüssen zusammenhängen.

Lindern lassen sich Wachstumsschmerzen zum Beispiel mit Massagen, Dehnungsübungen, warmen Umschlägen oder einem warmen Bad vor dem Zubettgehen. Bei Bedarf können auch Schmerzmittel eingesetzt werden.

Bestimmte Anzeichen deuten eher auf rheumatische Erkrankung hin

Auf bestimmte Anzeichen sollten Eltern besonders achten, da sie eher auf eine rheumatische Erkrankung hinweisen – zum Beispiel wenn Kinder morgens steif und unbeweglich sind, eine Schonhaltung einnehmen oder hinken. Bei kleinen Kindern können Rheuma-Anzeichen sein, wenn sie am Morgen krabbeln und getragen werden wollen, obwohl sie schon laufen können. Auch geschwollene und warme Gelenke deuten auf eine solche Erkrankung hin. „Dann ist eine frühe Erkennung und Behandlung besonders wichtig, um Gelenkschäden zu vermeiden“, so Nentwich. Wenn Eltern derartige Symptome bei ihrem Kind bemerken, sollten sie mit ihm deshalb zur Abklärung einen Kinderarzt aufsuchen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 10.11.2014
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Berufsverband der Kinder und Jugendärzte (www.kinderaerzte-im-netz.de): Wachstumsschmerzen: Massagen und Dehnübungen wirken lindernd
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