Richtig Zähne putzen

Zahnpflege ist ab dem ersten Milchzahn wichtig – denn so lernen Kinder von klein auf, richtig Zähne zu putzen. Tipps für die Zahnpflege bei Kindern.

Mutter und Tochter putzen Zähne © Thinkstock
(Nürnberg – 25.09.2014) Am heutigen Tag der Zahngesundheit richtet sich das Augenmerk besonders auf die Zahn- und Mundgesundheit von Kindern. „Schon beim ersten Milchzahn ist es wichtig, dass die Eltern mit der Zahnpflege beginnen. Später putzen die Kinder zwar eigenständig ihre Zähne, aber die Eltern sollten weiterhin nacharbeiten“, so Dr. Hanns Talhorst, Beratungszahnarzt der AOK. Denn wer bereits von der Pike auf lernt, richtig Zähne zu putzen, hat bessere Chancen auf eine gute Mundgesundheit – und das ein Leben lang.

So putzen Kinder ihre Zähne richtig

KAI ist nicht nur ein Jungenname, sondern auch eine Zahnputzformel. Hinter den drei Buchstaben verbirgt sich die Anleitung, wie Kinder sich am besten die Zähne putzen: erst die Kaufläche, dann die Außenflächen und dann die Innenflächen. „Bei der Wahl der Zahnpasta sollten die Eltern auf den Fluorid-Gehalt achten und mit dem Zahnarzt Rücksprache halten“, rät Talhorst. Generell gilt: Je kleiner das Kind ist, desto niedriger muss der Fluoridgehalt dosiert sein. Es gibt zum Beispiel spezielle Kleinkinder-Zahnpasten mit 0,05 Prozent Fluorid.

Altersgerechte Zahnbürste benutzen

Neben der richtigen Putztechnik kommt es auch auf die altersgerechte Zahnbürste an. Auf den Packungen steht, für welches Alter die Bürsten geeignet sind. Grundsätzlich gilt: Der Griff muss dem Alter entsprechend zu greifen sein. Der Bürstenkopf darf nicht zu groß, die Borsten sollten abgerundet und mittelhart sein. „Von Naturborsten rate ich generell ab, weil diese unhygienisch und nicht mehr zeitgemäß sind“, sagt der Zahnarzt.

Regelmäßig zum Zahnarzt gehen

Ab dem 30. Lebensmonat können Kleinkinder Früherkennungsuntersuchungen in Anspruch nehmen. Der Zahnarzt berät zum individuellen Kariesrisiko, zu geeigneten Fluoridierungsmaßnahmen und kann frühzeitig Erkrankungen des Kiefers oder der Zähne feststellen. Und auch eine Ernährungs- und Mundhygieneberatung gehört dazu. Ab dem sechsten Lebensjahr sollten Eltern mit ihren Kindern zweimal im Jahr zum Zahnarzt gehen. Hierbei berät sie der Arzt beispielsweise auch, wann eine sogenannte Fissurenversiegelung nötig und sinnvoll ist. Denn Bakterien bedrohen vor allem die Backenzähne aufgrund ihrer oftmals ausgeprägten tiefen Furchen, in die sich die Bakterien einnisten. Das Versiegeln geht schnell, tut nicht weh und kann das Risiko von Karies senken. Bei Kindern und Jugendlichen zwischen sechs und 17 Jahren übernehmen die Krankenkassen die Kosten, sofern es sich um Backenzähne handelt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 25.09.2014
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung der AOK Bayern: Gesundheit beginnt im Mund
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